Werbegemeinschaft „Besser in Bestwig“ zieht positive Bilanz und übt Kritik

Herausforderungen annehmen

Der Vorstand der Werbegemeinschaft „Besser in Bestwig“ ruft die Mitglieder unter anderem beim Thema „Gewerbeschau“ zu aktiverer Teilnahme auf. Foto: Claudia Metten

Nuttlar/Bestwig. Ein Rückblick auf das vergangene Jahr, die aktuelle Debatte um die verkaufsoffenen Sonntage sowie das Thema „Onlinemarketing“ standen im Mittelpunkt ...

Nuttlar/Bestwig.

Ein Rückblick auf das vergangene Jahr, die aktuelle Debatte um die verkaufsoffenen Sonntage sowie das Thema „Onlinemarketing“ standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft „Besser in Bestwig“ im Gasthof Hester in Nuttlar.

Nach der offiziellen Begrüßung aller geladenen Gäste stellte Olaf Badelt, erster Vorsitzender der Werbegemeinschaft, den Jahresbericht 2016 vor und zollte besonders der ausführenden Baufirma ein Lob für die zügige Sanierung der Bundesstraße in Nuttlar während der Sommerferien. Des Weiteren hob Badelt die verkaufsoffenen Sonntage mit ihrer Wichtigkeit für die Gemeinde Bestwig sowie das Weihnachtsgewinnspiel in der Adventszeit hervor.

„Das Gewinnspiel mit seinen attraktiven Preisen wurde auch im letzten Jahr vor Weihnachten von der Kundschaft sehr gut angenommen. Traurig ist hingegen die schlechte Resonanz bezüglich der Teilnahme an der Gewerbeschau. Aufgrund von nur 25 Anmeldungen ist die Gewerbeschau leider 2016 nicht zustande gekommen. Ich kann nur eins dazu sagen: Es lag nicht an uns“, so Olaf Badelt. Auf Anfrage wurde mehrheitlich beschlossen, dass 2018 ein neuer Versuch gestartet werden soll, eine Gewerbeausstellung auf die Beine zu stellen.

Im weiteren Rückblick betonte Badelt auch, dass der Gastgarten bedingt durch die schlechte Wetterlage nicht so positiv gelaufen ist, die Einkaufsgutscheine der Werbegemeinschaft „Besser in Bestwig“ jedoch auch 2016 ein Verkaufsschlager waren. Heftige Kritik äußerte der erste Vorsitzende hinsichtlich der Gesetzesänderung in Bezug auf die verkaufsoffenen Sonntage.

„Die Gesetzeslage ist schwammig“

„Seitdem die Gewerkschaft ver.di und die Kirche gegen geplante verkaufsoffene Sonntage klagen, wird es immer schwieriger, diese aufrechtzuerhalten. Die Gesetzeslage ist schwammig. Die Eventfläche muss an einem verkaufsoffenen Sonntag größer sein als die Ladenfläche. Wir versuchen 2017 für den Gastgarten die Eventfläche so groß zu bekommen, dass wir die Genehmigung erhalten und somit die Geschäfte öffnen dürfen“, erklärte Badelt.

Der Erste Vorsitzende hob weiterhin hervor, dass bedingt durch den demografischen Wandel viele Betriebe schließen mussten und dringend neue Mitglieder geworben werden müssen. „Es lohnt sich in die Werbegemeinschaft einzutreten. Der Beitrag beträgt nur 130 Euro jährlich und das Geld wird sinnvoll eingesetzt“, so Badelt eindringlich. Nach dem anschließenden positiven Kassenbericht wurde Ludger Hilgenhaus einstimmig zum ersten Kassenprüfer gewählt. Einstimmig wurde auch die Satzungsänderung beschlossen, wobei nur noch der erste sowie der zweite Vorsitzende als auch der Kassierer beim Amtsgericht eingetragen werden müssen.

In einem Vortrag wurde zudem auf die Wichtigkeit des Onlinemarketings eingegangen. So stelle beispielsweise der Branchenguide der Gemeinde Bestwig in Kombination mit einer Suchmaschinenoptimierung mit Hilfe entsprechender Keywords einen Mehrwert für die einzelnen Betriebe der Werbegemeinschaft dar. „Print und Onlinemarketing in Kombination sind heutzutage nötig“, betonte Referentin Susanne Schulten. Abschließend wurden die Mitglieder über die neuen gesetzlichen Bestimmungen zur Führung einer Barkasse die Wichtigkeit der Kasse als Teil der gesamten Buchführung veranschaulicht sowie die Aufbewahrungspflicht aller Einnahmen und Ausgaben über zehn Jahre vor Augen geführt.

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