Ministerin referiert bei Kreisparteitag der HSK-CDU

Ilse Aigner zu Gast

Gut gelaunt: Ilse Aigner gestern in Nuttlar. Foto: Kämper

Zum 41. Kreisparteitag der HSK-CDU begrüßten die Christdemokraten gestern Vormittag Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in der Nuttlarer Schützenhalle.

In ihrem Vortrag zum Thema „Zukunft sichern für starke ländliche Räume“ ging die Ministerin im Besonderen auf die Bedeutung der Landwirtschaft für eine Region wie den Hochsauerlandkreis ein.

Die besondere Kraft der ländlichen Regionen läge, so Aigner, in der Stärke der mittelständischen Unternehmen, des Tourismus und in der Landwirtschaft. Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen, zu denen die Ministerin auch die landwirtschaftlichen Betriebe zählte, dürften nicht durch übermäßige Regulierungen gegängelt werden. „Wenn wir diese Betriebe verlieren, haben wir in Zukunft ein Problem mit dem Standort Deutschland“, rief sie den Delegierten zu.

„Wir brauchen in der Fläche eine funktionierende Infrastruktur; sowohl Straßen und Bahnstrecken, aber auch besonders die schnelle Datenautobahn.“ Auch Landwirte seien hierauf angewiesen. „Den Hof, auf dem der Bauer mit dem Milchkübel über den Hof latscht, wie es uns die Werbung suggeriert, gibt es nicht mehr. Man kann von den Landwirten nicht verlangen, dass sie Museumspädagogik leisten.“ Sie distanzierte sich allerdings von dem Vorwurf, die Massentierhaltung zu fördern. „EU-Fördergelder werden strikt nach Flächengröße verteilt. Ein Hühnerzüchter der keinen Hektar Land besitzt, erhält nicht einen Cent an Fördermitteln.“ Ein großes Problem der Landwirtschaft sei, dass in Brüssel viel über Landwirtschaft geredet werde, die meisten der „Entscheider“ allerdings nur theoretische Kenntnisse der Materie hättem.

Nachdem Aigner das gelebte Ehrenamt besonders in ländlichen Regionen gelobt hatte, wurde sie von Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus eingeladen, die Ehrenamtskneipe „Kumm rin“ in Ostwig zu besuchen. Dieses Projekt wurde durch die Ministerin bei der Grünen Woche ausgezeichnet. Der enge Zeitplan der Ministerin ließ diesen Abstecher sehr zum Bedauern aller Beteiligten aber nicht zu, auch wenn Péus ihr augenzwinkernd ein T-Shirt mit der Aufschrift „Wirtin Ilse“ in Aussicht stellte.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellten die Christdemokraten das Wahlkampfprogramm der CDU Deutschland vor und behandelten vorliegende Anträge. (Von Kaspar Kämper, meschede@sauerlandkurier.de)

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