Zwei hohe Auszeichnungen beim Empfang verliehen

„Knick in der Statistik“

Bürgermeister Ralf Péus begrüßte Jan Frigger, Frieda Braun und Martin Bracht beim Neujahrsempfang. Foto: Metten

Als Bürgermeister Ralf Péus am Freitag beim Neujahrsempfang im Bestwiger Rathaus den Aktiven für ihr Engagement und ihren Einsatz im vergangenen Jahr dankte, war der Bürgersaal bis auf den letzten Platz belegt.

„Dank zu sagen ist das Eine, manchmal ist es jedoch angebracht, herausragendes ehrenamtliches Engagement in besonderer Form zu würdigen, nämlich durch die Verleihung von Orden, Auszeichnungen oder Ehrenmedaillen“, so der Bürgermeister. Und genau diese besondere Auszeichnung, die Ehrenmedaille der Gemeinde Bestwig, erhielten gleich zwei Bürger. „Die Ehrenmedaille ist seit 1987 nur insgesamt 27 Mal verliehen worden. Sie hat eine besondere Bedeutung für ehrenamtliches Engagement in besonders großer und vielfältiger Weise und das zum Wohl der gesamten Gemeinde Bestwig“, betonte Péus.

Ausgezeichnet wurde Martin Bracht aus Velmede, der seit 1989 zu den „jungen Wilden“ gehörte, die mit ihrer Jungen Bestwiger Liste die Kommunalpolitik mächtig aufgemischt haben. Seit 25 Jahren ist er Mitglied im Rat der Gemeinde Bestwig, seit der Kommunalwahl 2014 vertritt er selbige Interessen im Kreistag.

Die zweite außergewöhnliche Auszeichnung ging an den 35-jährigen und damit jüngsten Träger der Ehrenmedaille der Gemeinde Bestwig, Jan Frigger. Durch seine Dienste in der Feuerwehr, als Online-Redakteur, Bürgerbusfahrer und besonders für die Erfolgsgeschichte von Kultur Pur hat er in außergewöhnlichem Maße zum Wohle der Gemeinde beigetragen.

Frieda Braun, die eigens zur Verleihung aus Winterberg angereist war, hat es auf den Punkt gebracht: „Für die Ehrenmedaille muss man bis ins hohe Alter nur Gutes tun. Erst kommen die Altersflecken, Poresten und noch vieles mehr, danach dann irgendwann die Ehrenmedaille. Jan Frigger hat gleich mehrere Jahrzehnte übersprungen, obwohl er für diese Auszeichnung noch viel zu rüstig ist. Seinetwegen gibt es einen dicken Knick im Eichenbalken der Statistik. Das ist so ein gewaltiger Knick, dass später die Kinder in der Schule davon hören werden. Jan muss eigentlich nach Berlin geholt werden, denn dann ist im Herbst der Flughafen fertig.“

Im Anschluss ging es wie gewohnt mit dem Jahresrückblick, musikalischen Einsätzen der Pr8chtkerle aus Ostwig und dem Brief von „Spottlachs Paul“ an seine Tante Magda weiter. (Von Claudia Metten, meschede@sauerlandkurier.de)

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