Zum Pastor ordiniert

Feierliche Segnung von Frank Mönnig in der Bestwiger Kreuzkirche

Frank Mönnig (Mitte/vo.) umgeben von Familienmitgliedern, Kollegen und Mitgliedern des Presbyteriums vor der Bestwiger Kreuzkirche. Foto. Kathrin Koppe-Bäumer

Bestwig. Frank Mönnig (33) wurde jetzt in der Bestwiger Kreuzkirche von Superintendent Alfred Hammer zum Pastor ordiniert. Seit Oktober 2014 ist er in der Evangelischen Auferstehungskirchengemeinde Olsberg-Bestwig Pfarrer im Probedienst und hat sich dort gut eingelebt. Das bewies die am Sonntagnachmittag gut gefüllte Kirche: Viele Gemeindeglieder, Katholiken und Bürger der beiden Orte waren gekommen, um die feierliche Segnung und Sendung des jungen Pfarrers mitzuerleben.

Alfred Hammer erwähnte beeindruckt die Bescheidenheit Mönnigs und seine drei Schwerpunkte: Er wolle in Seelsorgegesprächen ganz nah bei den Anliegen der Menschen sein, in seinen Predigten die Fragen der Zeitgenossen aufnehmen und im Licht des Evangeliums bedenken und Jugendliche davon überzeugen, dass christlicher Glaube lebenswichtig ist.

Dieser Glaube kommt nicht immer auf einmal, sondern kann sich langsam im Leben entwickeln. Dafür sei Frank Mönnig ein gutes Beispiel. Er habe zunächst Lehrer werden wollen und sei erst nach einem Gemeindepraktikum in einer Hammer Kirchengemeinde zum vollen Theologiestudium gewechselt. Dort weckte Pfarrer Frank Millrath Mönnigs Interesse für die Arbeit als Pfarrer. Der heutige Superintendent im Kirchenkreis Hamm segnete seinen ehemaligen Praktikanten und teilte das Abendmahl mit aus. Aucreh Pfarrerin Ute Waffenschmidt-Leng war aus ihrer Siegener Gemeinde gekommen. Frank Mönnig war von 2012 bis 2014 ihr Vikar.

Überzeugend und überzeugt übernahm Frank Mönnig nach der feierlichen Ordinationshandlung den Gottesdienst: „Ich bin berührt“, so begann er die Predigt, blickte in die Gemeinde, holte tief Luft und erzählte eine Geschichte über Franz von Assisi. Mönnig mag die Art, in der der mittelalterliche Heilige überall Gott entdeckt. Mit verständlichen und klaren Worten erläuterte er Gedanken zur Auferstehung aus einem Bibeltext. Der Tod, der alles Leben begrenzt, müsse die Menschen nicht dahin drängen, über alle Maßen Glück und Erfolg im Leben zu produzieren, denn Gott schenke uns auch nach dem Tod Leben in Fülle. Dies zeige: Gottes Liebe ist stärker als der Tod. Sie sei schon spürbar in der freundlichen und liebvollen Nähe der Mitmenschen.

Mönnig freut sich auf die Zeit, die vor ihm liegt. Zunächst wird er noch in Olsberg-Bestwig Pfarrer bleiben, allerdings hat er jetzt das Recht, sich auf freie Pfarrstellen in Westfalen zu bewerben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare