Unternehmen leidet unter anhaltender Krise in der Branche

„Personalabbau unumgänglich“: M. Busch baut Arbeitsplätze ab

M. Busch GmbH & Co. KG Werk Bestwig
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Um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens auf Dauer zu sichern, wird die M. Busch GmbH & Co. KG Arbeitsplätze abbauen müssen, teilt das Unternehmen jetzt mit.

Um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens auf Dauer zu sichern, wird die M. Busch GmbH & Co. KG Arbeitsplätze abbauen müssen. 

Bestwig/Wehrstapel - Geschäftsführung und Betriebsrat werden gemeinsam und in enger Absprache mit Gewerkschaft und Arbeitgeberverband einen Sozialplan erarbeiten, um den Abbau von Arbeitsplätzen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.

Betroffen seien sowohl qualifizierte als auch angelernte Beschäftigte aus Produktion und Verwaltung beider Werke in Bestwig und Meschede-Wehrstapel. Geschäftsführer Andreas Güll: „Als die in Europa führende Eisengießerei mit Bearbeitung für einbaufertige Bremsscheiben und -trommeln für die LKW-Industrie leiden wir sehr unter der anhaltenden Krise in dieser Branche. Trotz staatlicher Sonderregelungen ist der Druck enorm hoch und wir müssen zwingend auf diese strukturellen Veränderungen reagieren und unsere eigenen Strukturen anpassen.“ Wie viele Arbeitsplätze vom Stellenabbau betroffen sind, gab das Unternehmen noch nicht bekannt.

Keine Auswirkung des Coronavirus

Um beide Standorte in Bestwig und Wehrstapel dauerhaft zu sichern, habe M. Busch in den vergangenen Jahren bereits massiv in die technische Ausstattung beider Werke investiert. Insgesamt wurden rund 70 Millionen Euro, insbesondere für die Automatisierung der technischen Anlagen, aufgewendet. Damit konnte der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit auch gegenüber ausländischen Mitbewerbern bislang verhindert und Arbeitsplätze gesichert werden. Güll: „Um auch langfristig im Zuge der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung erfolgreich zu sein, sind wir auf qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen. Darum bilden wir als mehrfach ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb auch weiterhin in technisch spezialisierten Berufen unsere eigenen Fachkräfte aus.“ Momentan werden bis zu neun Ausbildungsberufe angeboten und derzeit absolvieren 41 junge Nachwuchsfachkräfte ihre Berufsausbildung.

„Die Corona-Situation und damit verbundene wirtschaftliche Auswirkungen stehen nicht im Zusammenhang mit den nun anstehenden personellen Veränderungen im Unternehmen“, heißt es weiter. Auf die coronabedingten Produktionsausfälle reagiere M. Busch bereits seit April dieses Jahres durch Inanspruchnahme des Instruments der Kurzarbeit.

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