Neue Chancen für die Gemeinde

"Quartiersprojekt" soll Lebensqualität in Bestwig weiter steigern - Bürgermeinung gefragt

Wollen Bestwig mit dem „Quartiersprojekt“ weiter stärken: (v.l.) Norbert Vohwinkel, Geschäftsführer Soziale Dienste Meschede gGmbH, Gülcan Günter, Quartiersmanagerin, Bürgermeister Ralf Péus.
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Wollen Bestwig mit dem „Quartiersprojekt“ weiter stärken: (v.l.) Norbert Vohwinkel, Geschäftsführer Soziale Dienste Meschede gGmbH, Gülcan Güner, Quartiersmanagerin, Bürgermeister Ralf Péus.

Bestwig - Für das Zusammenleben, Stärkung von Ehrenamt und gesellschaftlichem Engagement als auch aktivere Nachbarschaften möchte die Gemeinde Bestwig in Zusammenarbeit mit der DRK Soziale Dienste Meschede gGmbH die Bürger der Gemeinde begeistern.

Mit ihrem zukunftsorientierten „Quartiersprojekt“ gehen die Initiatoren andere Wege mit dem Ziel, neue Strukturen zu schaffen, um so die Kommunikation zwischen Vereinen, Institutionen, Bürgern und Organisationen zu vereinfachen und ein großes Netzwerk aufzubauen. 

„Das Quartiersprojekt soll die Lebensqualität durch den Ausbau von Strukturen in der Gemeinde Bestwig steigern, nicht aber die Vereine verdrängen. In dem Projekt sollen die Fäden zusammengebracht werden“, betonte Norbert Vohwinkel, Geschäftsführer DRK Soziale Dienste Meschede gGmbH. 

Auftakt für das Quartiersprojekt war eine von Gülcan Güner, Quartiersentwicklung Bestwig, durchgeführte Bürgerbefragung in der Gemeinde, die ergab, dass die Bürger zwar mit der Erreichbarkeit von Hausarzt, Apotheke und Friseur als auch dem Lebensmittel- und Drogerieangebot ausgesprochen zufrieden sind, nicht aber mit dem Angebot an Bekleidungsgeschäften, der ÖPNV-Anbindung aus abgelegenen Ortschaften sowie den Angeboten im Bereich Mutter/Vater/Kind, Sport, Gesundheit und digitaler Bildung. 

„Wie haben die Ist-Analyse in der Gemeinde nach Wünschen, Zufriedenheit und Bedarfen der Bürger gemacht. Teilgenommen haben insgesamt 202 Personen, davon 60,5 Prozent weibliche und 38 Prozent männliche“, so Gülcan Güner. 

Gefördert wird das Quartiersprojekt im ersten Jahr in Höhe von 30.000 Euro durch die Deutsche Fernsehlotterie, der bereits gestellte Förderantrag für das zweite Jahr beträgt 120.000 Euro. „20 Prozent der Kosten sind Sachkosten. Davon fließen 20.000 Euro in die Gemeinde. Ein neues Büro sowie eine neue, 80 prozentige Stelle wird eigens für das Projekt geschaffen“, erklärte Norbert Vohwinkel. 

Eine lebendige Ideenliste soll jetzt laut Managerin Gülcan Güner zusammen mit der Bürgerschaft und den Vereinen weiterentwickelt werden, um so für mehr Nachhaltigkeit, Transparenz, Integration und Vernetzung zu sorgen. „Wir wollen keine Doppelstrukturen, sondern erweitern, begleiten und optimieren. Ein 'Fuckelrentner' kann beispielsweise im Repaircafé helfen“, ergänzte Bürgermeister Ralf Péus mit einem Schmunzeln im Gesicht. Ansprechpartnerin für das neue Quartiersprojekt ist Gülcan Güner, Tel. 0 15 73/ 5 25 42 42. 

Konkrete Ideen für das Quartiersprojekt

- Vernetzung: Angebote darstellen über eine Quartiershomepage
- Quartiersstammtisch/Ideenwerkstatt
- Migrationsangebote (Internationales Frauenfrühstück/Männertag, Schwimmkurs für Muslime)
- Gesundheitsangebote (Vorträge, Meditation, Wanderungen, Männerstammtisch ab 60)
- Repair-Café
- Taschengeldbörse
- Öffentlicher Bücherschrank
- Baby-Schwimmen, Nähangebote, Tabletkurse
- Naturerfahrungen machen, Sinnesgarten
- Selbsthilfegruppe zur Unterstützung in Erziehungfragen bei Kindern mit besonderen Erkrankungen
- Stammtisch für Pflegende Angehörige/Pflegeeltern
- Selbsthilfegruppe Pubertät

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