Zweistufiges Großprojekt

In Ramsbeck entsteht ein neuer Raum für Dorfaktivitäten

Bürgermeister Ralf Péus und Dipl.-Ing. Hubertus Kreis in den Nebenbereichen des Multifunktionsraums: Im Rohbauzustand ist der künftige Raumzuschnitt bereits zu erkennen.
+
Bürgermeister Ralf Péus und Dipl.-Ing. Hubertus Kreis in den Nebenbereichen des Multifunktionsraums: Im Rohbauzustand ist der künftige Raumzuschnitt bereits zu erkennen.

Ramsbeck – Ein Ort für Begegnung, Vereinsaktivitäten und Dorfleben: Mit dem Umbau der Nebenräume an der Ramsbecker Turnhalle ist jetzt ein zweistufiges Großprojekt gestartet, das für den Ort und seine Bürgerschaft neue Perspektiven eröffnet: Das alte, nicht mehr genutzte Lehrschwimmbecken wird zum Multifunktionsraum, der ebenso den örtlichen Vereinen wie auch der Wilhelmine-Lübke-Grundschule zur Verfügung stehen wird.

Bürgermeister Ralf Péus freut sich über die „Revitalisierung” des früheren Lehrschwimmbeckens: „Davon profitieren nicht nur die örtlichen Vereine, sondern alle Bürgerinnen und Bürger in Ramsbeck.” Denn gerade die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten würden das Spektrum für Veranstaltungen und Angebote mitten im Ort deutlich erweitern: „Für das Dorfleben kann das einen richtigen Schub mit sich bringen.” Gleichzeitig sei das Projekt ein Beispiel dafür, was man im Schulterschluss von örtlichen Vereinen, Gemeindeverwaltung und Fördergebern umsetzen kann.

Der Umbau der Neben-Räume ist aktuell der erste Schritt hin zu der neuen Nutzung. Das Grundprinzip dabei lautet: Aus zwei mach eins. „Umkleiden und Sanitärräume waren früher von ihrer Aufteilung für die Schwimm- und für die Turnhalle zugeschnitten, nicht aber für einen Mehrzweckraum“, erläutert Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig: „Wir ändern den kompletten Raumzuschnitt und richten ihn auf die neue Nutzung aus.“

Dafür sind die bisherigen Nebenbereiche komplett entkernt und neu aufgemauert worden. Im aktuellen Rohbau-Zustand ist der Raumzuschnitt für Umkleiden, Duschen, Toiletten und Sanitätsraum bereits zu erkennen. „Auch ein WC für Menschen mit Behinderung wird es geben“, erklärt Hubertus Kreis - in diesem Bereich sind aktuell provisorische Umkleiden eingerichtet, damit die Turnhalle auch während der Bauphase problemlos genutzt werden kann.

In der nächsten Phase erfolgen die Sanitär- und Elektroinstallationen, bevor verputzt und ein neuer Fußboden verlegt wird – Hubertus Kreis: „Wir gehen Schritt für Schritt vor.“ Zwischen dem Eingangsbereich und den Nebenräumen wird es künftig ein raumhohes Glaselement geben, das für Helligkeit sorgt. Der Fußboden des Eingangsbereichs wird etwas erhöht – hier wird eine Wärmedämmung eingebaut. Um den Haupteingang barrierefrei nutzen zu können, wird zusätzlich eine Zugehrampe angelegt. Bis zu den Sommerferien 2021 soll dieser Bauabschnitt beendet sein: „Turnhalle und Nebenräume können dann weitgehend ohne Einschränkungen genutzt werden“, erläutert Hubertus Kreis.

Bausubstanz wird in Rohzustand zurückversetzt

Rund 400.000 Euro stellt die Gemeinde Bestwig für das Gesamt-Projekt aus Eigenmitteln bereit. Für den eigentlichen Umbau des früheren Lehrschwimmbeckens zum Multifunktionsraum steuert das Land NRW Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro bei – ein entsprechender Förderbescheid ist im Frühsommer im Bürger- und Rathaus eingegangen. Der Umbau ist dann für das Jahr 2021 vorgesehen – im Anschluss an die Fertigstellung der Nebenräume.

Dafür wird zunächst die gesamte Bausubstanz des 1965 gebauten Lehrschwimmbeckens in den Rohbauzustand zurückversetzt und anschließend erneut von Grund auf wieder ausgebaut. Das Schwimmbecken wird verfüllt und mit einer Stahlbetonbodenplatte abgedeckt. Dort, wo heute noch das Becken ist, befinden sich bereits Stahlbetonpfosten, die den Boden stützen – “um Setzungen zu vermeiden”, wie Hubertus Kreis erklärt. Der Boden selbst wird als wärmegedämmter Doppelschwingboden mit PVC- Bodenbelag angelegt – “im Prinzip wie eine kleine Turnhalle”, so Hubertus Kreis.

Der Raum kann dann beispielsweise für Kulturprojekte, Versammlungen, Gymnastik, Musikproben und schulische Veranstaltungen genutzt werden. Ein Nutzungskonzept ist bereits zwischen Gemeindeverwaltung, Ortsvorsteher Paul Schüttler, der Leitung der Wilhelmine-Lübke-Grundschule und Vorstandsvertretern von TuS Valmetal und Valmetaler Musikanten abgestimmt. Die Dorfgemeinschaft hat sich zudem bereiterklärt, diverse Abrissarbeiten sowie Grünarbeiten nach dem Rampen- und Treppenbau zu übernehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare