Afrikanische Fachkräfte informieren sich über Verwertung

„Recycling – Made in NRW“

Experten der GIZ informierten sich mit afrikanischen Fachkräften vor Ort bei der Firma Gördes Recycling GmbH in Ramsbeck über das Spektrum der Verwertungsoptionen. Foto: cm

Bevölkerungszunahme und stetig steigender Konsum haben in den Entwicklungsländern Afrikas in den vergangenen Jahren zu einem rapide wachsenden Abfallvolumen und somit zu erheblichen Problemen geführt.

Fehlendes Know-how bei der Aussortierung der Wertstoffe auf den Müllkippen stellen nicht nur erhebliche Belastungen für die Umwelt dar, sondern setzen auch gleichzeitig die Gesundheit aufs Spiel.

Angesichts dieser Tatsache organisierte die GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen ein Weiterbildungsprogramm „Resource Recovery – Made in NRW“ in Sachen Kreislaufwirtschaft für Führungskräfte aus Ghana und Kenia. Denn die wenigen geordneten Deponien in Afrika erfordern Maßnahmen, einen möglichst hohen Anteil aller Werkstoffe zu recyclen, um somit zu einem verbessertem Management der Kreislaufwirtschaft zur Reduzierung von Umweltbelastungen und Gesundheitsrisiken sowie einer wichtigen Einnahmequelle beizutragen.

Gesundheit und Sicherheit erlernen

Am vergangenen Donnerstag haben nun Experten der GIZ gemeinsam mit afrikanischen Fachkräften die Firma Gördes Recycling GmbH in Bestwig-Ramsbeck besucht, um sich aktuell vor Ort über das breite Spektrum der Verwertungsoptionen von Metall-, Kunststoff- und Plastikrecycling bis hin zur Entsorgung von Elektroschrott, Demontagen, und Industrie-Batterie-Entsorgungen zu informieren.

Das mittelständische Unternehmen aus dem Sauerland ist seit 1994 ein hochzertifiziertes Recycling-Unternehmen und somit Vorreiter in Sachen Klima- und Ressourcenschutz. „Wir geben gerne unsere Erfahrungen in Sachen Recycling weiter. Unsere afrikanischen Besucher sollen hier vor Ort erfahren wie richtig recycled wird, damit ihre Kinder nicht einfach in Ghana oder Kenia den Schrott auf den Müllkippen einsammeln. Das birgt ein großes Risiko, die Gesundheit und Sicherheit geht uns über alles“, so Firmenchef Bruno Gördes. (Von Claudia Metten, meschede@sauerlandkurier.de)

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