Ein „kostbares Geschenk“

Leihgabe der Schützen: Blutreliquie des Papstes in Velmeder Kirche zu sehen

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Die St.-Andreas-Schützen Velmede-Bestwig erhalten Blutreliquie des Papstes.

Velmede-Bestwig. In der St. Andreas-Kirche in Velmede wird bald eine Blutreliquie des Heiligen Papstes Johannes Paul II. zu sehen sein. Diese Reliquie wird als Dauerleihgabe von der St.-Andreas-Schützenbruderschaft Velmede-Bestwig 1826 während eines Festhochamtes am Samstag, 6. April, um 16.30 Uhr der Pfarrgemeinde übergeben.

Anschließend findet in der Schützenhalle ein Festakt mit rund 300 geladenen Gästen aus dem Schützenwesen, aus Politik und Gesellschaft statt. Das Blut der Reliquie stammt aus einer Eigenblutspende des Papstes, die ihm kurz vor seinem Tod 2005 entnommen wurde und nicht mehr zum Einsatz kam. 

In Deutschland gibt es weitere elf Blutreliquien des Heiligen Johannes Paul II. in Domen und Kirchen in Paderborn, Köln, Aschaffenburg, Berlin, Dortmund, Hannover, Hamburg-Harburg, Regensburg, Würzburg, im hessischen Obertshausen und im Wallfahrtsort Kevelaer. Weltweit sind es etwa 100. 

Dass jedoch ein solches Geschenk einer Schützenbruderschaft vom früheren Privatsekretär des Papstes und Erzbischof von Krakau, Stanislaw Kardinal Dziwisz, im Rahmen einer Privataudienz im Oktober des vergangenen Jahres übergeben wurde, ist im gesamten deutschsprachigen Raum einzigartig. 

Blutstropfen auf einem Stückchen Stoff

Der 1. Brudermeister der Andreas-Schützen Roland Burmann spricht daher von einem kostbaren Geschenk, „auf das wir kaum zu hoffen gewagt haben.“ Ein wichtiger Beweggrund der Velmede-Bestwiger Schützenbrüder, Kardinal Dziwisz um eine solche Reliquie zu bitten, war die Erhebung des Heiligen Johannes Paul II. zum zweiten Schutzheiligen der Schützen durch die Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) und die Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa 2017. 

Möglich wurde diese besondere Schenkung durch die langjährige Freundschaft zwischen Papst Johannes Paul II. und dem aus Velmede stammenden Kardinal Franz Hengsbach, sowie die Freundschaft zwischen der Krakauer Schützenbruderschaft „Bractwo Kurkowe” Krakowie 1257 und den Andreasschützen, die 2015 beim Europaschützenfest in Peine ihren Anfang genommen hat. 

Der Blutstropfen auf einem Stückchen Stoff ist in eine Schmuckblume gefasst und wird in einem silbernen Reliquiar aufbewahrt, das den Velmeder von den Schützenkönigen der Krakauer Schützengilde Zbigniew Kwater und Kazimierz Loranc geschenkt wurde. Die Blutreliquie Johannes Pauls II., der am 1. Mai 2011 von Benedikt XVI. in Rom selig- und am 27. April 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen wurde, wird in der Andreaskirche neben der mittelalterlichen Pieta zukünftig in einer Wandnische in der rechten Kirchwand für alle sichtbar sein.

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