Ein begeisterndes „Zenario“

Theater AG der Realschule Bestwig bringt Molière auf die Bühne

Erstmals unter dem neuen Namen „Zenario“ brachte die Theater AG der Realschule Bestwig das Stück „Der eingebildete Kranke“ von Molière auf die Bühne.

Bestwig. Ein volles Haus und ein durchschlagender Erfolg: Die Schauspieler der Theater AG der Realschule Bestwig überzeugten mit ihrem berühmten Theaterstück „Der eingebildete Kranke“ von Molière (Jean-Baptiste Poquelin) im Bürgersaal des Bestwiger Rathaus.

In neuer Form und erstmals unter dem neuen Namen „Zenario“ zeigten die 16 jungen Talente unter der Leitung von Andrea Karpati (Schauspiel und Gesamtleitung), Beate Ritter (Regie), Klaus Schmücker (Schauspiel, Technik und Management) sowie Karin Borggrebe (Beratung und PR) ihr Können auf der großen Bühne und begeisterten mit der Komödie in drei Akten das laut applaudierende Publikum. Inhalt: Argan (Visnujan Mathisuthan), der eingebildete Kranke, hat große Angst vor dem Tod. Um sich davor zu schützen, beobachtet er akribisch genau jegliche Veränderung in seinem Körper, wartet förmlich auf neue Krankheiten und lässt sich täglich den Darm reinigen. Ein Heer von Ärzten verabreicht ihm teure Mixturen und Pillen, verdient sich somit eine goldene Nase an dem „eingebildeten Kranken“.

Peter Liese feiert Schauspieldebüt

Dr. Peter Liese, MdEP, der als ehemaliger Schüler der Realschule sein Debüt als Arzt auf der Kleinkunstbühne gab, konstatierte: „Zwischen Leber und Milz, passt immer noch ein Pils.“ Doch allen Übeln zum Trotz gieren nicht nur die Mediziner nach Argans Geld. Auch seine zweite Ehefrau, Béline (Aicha Johanna Shafiei) täuscht die Liebe nur vor. Heimlich arbeitet sie daraufhin, sein Vermögen zu erlangen. Richtig schwierig wird es jedoch, als Argan beschließt seine Tochter Angélique (Kathrin Piechotta) mit einem Arztsohn zu verheiraten, um rund um die Uhr betreut zu sein. Um dem Desaster zu entkommen bittet Angélique ihre Dienerin Toinette (Luisa Nieder) um Hilfe. Intrigen werden gesponnen um Argan über seine Hypochondrie, die parasitären Ärzte und seine betrügerische Ehefrau die Augen zu öffnen.

Andrea Karpati nach der Vorstellung: „Die jungen Talente haben das anspruchsvolle Stück von Molière hervorragend umgesetzt. Viele sind schon richtige Profis auf der Bühne. Das war eine ganz tolle Leistung.“

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