Schweißtreibende Übung

THW simuliert schwere Bergung am Förderturm in Ramsbeck

Auf dem 20 Meter hohen Nachbau des Förderturms am Besucherbergwerk Ramsbeck ging es für die Mitglieder des THW aus Lennestadt mit einem Rollgliss bei der Übung hoch hinaus. Foto: Jörg Leske

Ramsbeck. Die Personenrettung stand in Ramsbeck, in toller Kulisse am Förderturm des Besucherbergwerkes, auf dem Übungsplan des Technischen Hilfswerk (THW) Ortsverband Lennestadt. Als einer von bundesweit 688 Ortsverbänden gehört er zur Fachgruppe für „Schwere Bergung“.

20 Mitglieder, der mit der Jugend 30 Mann starken Einsatzgruppe, rückten mit Einsatzfahrzeugen voll Equipment, eigener Stromversorgung sowie Beleuchtung an, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.

Der Museumsleiter des Ramsbecker Besucherbergwerks Dr. Sven-Hinrich Siemers unterstützte den Übungstag und stellte das Gelände und den 20 Meter hohen Nachbau des Förderturms zur Verfügung.

Mit dem Rollgliss, einem Abseilgerät, das wie ein Flaschenzug funktioniert, und der Schleiftrage mit einer zu bergenden Person, arbeitete sich das Team auf die Plattform in 18 Metern Höhe vor und seilte sich wieder ab. Bei dieser schweißtreibenden Angelegenheit muss jeder Handgriff sitzen, deshalb fangen die Jugendlichen bereits ab dem zehnten Lebensjahr mit der Ausbildung an.

Am Samstag hatte Ausbilder Sebastian Heimes immer ein Auge auf den Nachwuchs, der mit dem Einbinden und Sichern einer Person im Schleifkorb, der Motorbedienung der Stromversorgung und dem Auf- und Abbau der Beleuchtung vertraut gemacht wurde. Auch Frauen gehören zum Team.

„Jeden dritten Samstag im Monat haben wir ein Treffen in Lennestadt-Meggen, bei dem besonders junge Leute mit Spaß an Technik und Gemeinschaft willkommen sind“, erklärt Sebastian Heimes, der ebenfalls als ausgebildeter Grubenführer im Besucherbergwerk arbeitet und das Bergwerk bestens kennt. Die Einfahrt in den Stollen gehörte zur Auflockerung auch zum Programm der Rettungskräfte. Die Führung seiner Kollegen übernahm Sebastian Heimes natürlich persönlich, bevor es zum zweiten Übungsteil auf das Museumsdach ging, um dort eine weitere Personenrettung zu simulieren.

Personenrettung am Förderturm

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