Zurück zu den Wurzeln: "August Macke Steh-Café"

In der Sitzecke werden unter den Bildern von August Macke die Köstlichkeiten serviert.

Bäckerei Adolph präsentiert sich im künstlerischen Outfit

Velmede. (raz)

Wenn am kommenden Donnerstag um 6 Uhr die Bäckerei Adolph nach dem Umbau ihre Pforten wieder öffnet, wird alles anders sein: Willkommen im durchgehend geöffneten "August Macke Steh-Café".Der Name des großen Sohnes des Sauerlands verpflichtet natürlich und so zieren viele Macke-Kunstdrucke die gemütliche Sitzecke, auf der sich Kaffee, belegte Brötchen oder warme Baguettes genießen lassen. Stolz ist Inhaberin Maria Magdalena Adolph auf den künstlerisch bemalten Stehtisch. "Den hat ein Bühnenbildner aus Bielefeld gestaltet", erklärt sie. Es war auch ihre Idee, eine Themenbäckerei zu eröffnen, und dabei besann sie sich auf die Wurzeln der Familie zurück. Der Vater von August Macke war nämlich August Friederich Hermann Macke, der als Bauunternehmer nicht nur den Bestwiger Bahnhof, sondern auch das Haus der Bäckerei Adolph umbaute. Mit der Bäckerei verband ihn aber bedeutend mehr, denn 1872 heiratete er Florentine Adolph, die Tochter des Bäckermeisters Adolph.

So gehört jetzt natürlich auch ein Macke-Brot — nach einem Rezept von 1870 — zum Angebot des Steh-Cafés. "Das ist ein Roggenmischbrot und wird wie alle meine Brotsorten ohne künstliche Zusatzstoffe mit Sauerteig hergestellt", verspricht Bäckerin Adolph. Mit dem Amaranth/Aktive-Brot beschreitet die Bäckerei neue Wege des Backhandwerks. Das Brot enthält Amaranth-Samen und darauf haben bereits vor 9000 Jahren die Mayas in Mittelamerika geschwört. Auch die Brötchen sind noch handgeformt. August Macke brauchte für seine Bilder schließlich auch keine maschinelle Hilfe.

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