„Zufahrt zur Datenautobahn“

Zwei Bestwiger Grundschulen erhalten schnelles Internet

+
Glasfaseranschlüsse liefern die technische Voraussetzung, um an der Velmeder Andreas-Schule und an der Nuttlarer Grundschule am Sengenberg künftig schnelles Internet bis in den Klassenraum bringen zu können: Matthias Risse (r.), Schulleiter der Andreas-Schule, im Gespräch mit Bürgermeister Ralf Péus.

Velmede/Nuttlar – Lernen und Umgang mit digitalen Medien sowie Medienkompetenz sind für junge Menschen „Schlüsselqualifikationen“ für die persönliche und berufliche Zukunft. Die Andreas-Schule Velmede und die Grundschule am Sengenberg in Nuttlar bekommen in diesen Wochen ihre eigene „Zufahrt zur Datenautobahn“: Die Glasfaseranschlüsse liefern die technische Voraussetzung, um künftig „schnelles Internet“ bis in den Klassenraum bringen zu können.

Während der Herbstferien haben die Arbeiten an den beiden Schulen begonnen, um die Glasfaseranschlüsse herzustellen. Eine Netzgeschwindigkeit von mindestens einem Gigabit je Sekunde wird auf diese Weise möglich. Die Baukosten von rund 20.000 Euro je Schule werden zu 100 Prozent aus dem Programm „Schulen ans Gigabitnetz“ des Landes NRW gedeckt. Nach einer Ausschreibung hat das Unternehmen innogy TelNet GmbH den Zuschlag für die Arbeiten bekommen.

Stärkung der Medienkompetenz

Voraussichtlich im kommenden Jahr soll dann der Ausbau der Infrastruktur innerhalb der Schulen erfolgen – das “schnelle Internet” kommt dann über ein Kabelnetz sowie flächendeckendes Wlan bis in den Klassenraum. Ziel des Projektes: Das “Lernen in der digitalen Welt” soll an den heimischen Schulen weiter verbessert werden. Schritt für Schritt können die Lehrerkollegien das Lernen mit digitalen Medien in den Lehrplänen weiter verankern. Schon früh erhalten die Schüler im Grundschulalter so die Möglichkeit, ihre Medienkompetenz zu stärken.

Mehr als nur ein “Wermutstropfen”: Für den Anschluss der Ramsbecker Wilhelmine-Lübke-Grundschule an das Glasfasernetz hat kein Unternehmen ein Angebot abgegeben. Auch eine so genannte “beschränkte Ausschreibung”, die die Gemeinde Bestwig im Anschluss durchgeführt hat, hat keinen Erfolg gebracht. Bürgermeister Ralf Péus bewertet das als „völlig unverständlich”: „Dieses Vorgehen der Unternehmen widerspricht den generellen Aussagen aus Bundes- und Landespolitik zum Breitbandausbau.” Die Gemeinde Bestwig wird nun nach weiteren Möglichkeiten suchen, um die Breitbandversorgung der Wilhelmine-Lübke-Grundschule auch ohne Glasfaseranschluss zu verbessern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare