Polizei zieht sieben "Bleifüße" aus dem Verkehr

Motorrad-Raser mit 86 km/h zu viel erwischt - auch Fahrer eines 500-PS-Wagens muss Lappen abgeben

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Symbolfoto

Hochsauerland - Die Polizei im HSK hat am vergangenen Wochenende an mehreren Stellen Jagd auf Raser gemacht. Mit Erfolg: Sieben Autofahrer müssen ihren Führerschein vorübergehend abgeben. Der traurige "Spitzenreiter" hatte unfassbare 86 km/h zu viel auf dem Tacho.

"Der öffentliche Personennahverkehr darf sich auf neue Kunden freuen." Mit diesen Worten wird eine aktuelle Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde HSK eingeleitet. Bei Verkehrskontrollen am Wochenende, deren Schwerpunkte in Arnsberg-Retringen und Medebach-Hallacker lagen, wurden sieben Fahrzeugführer mit so hohen Geschwindigkeiten erwischt, dass sie ihren Führerschein abgeben müssen. 

Trauriger "Tagessieger" war ein 52-jähriger Motorradfahrern aus Medebach, der auf der L740 in Medebach-Hallacker mit 186 km/h gemessen wurde und somit unglaubliche 86 km/h schneller als die erlaubten 100 km/h unterwegs war. Ein Blick in den Bußgeldkatalog zeigt: Den 59-Jährigen erwarten nun ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.

500-PS-Wagen mehr als doppelt so schnell wie erlaubt

Aber auch in Arnsberg-Retringen wurden einige Raser erwischt: Dort hatte ein 29-Jähriger aus Arnsberg in einem 500 PS starken Sportwagen den schwersten "Bleifuß". Seine gemessene Geschwindigkeit betrug nach Polizeiangaben 114 km/h - bei erlaubten 50 km/h macht das eine Überschreitung von 64 km/h. Der 29-Jährige war also mehr als doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs und muss nun mit einem Bußgeld in Höhe von 440 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem zweimonatigen Führerscheinentzug rechnen. 

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Deutlich zu schnell war auch der 16-jährige Fahrer eines Leichtkraftrads, der an der gleichen Stelle mit 101 km/h erwischt wurde. Für ihn wird sich "nach der Abgabe des Führerscheins auch die Probezeit verlängern", erklärt die Polizei.  

Insgesamt waren an den Kontrollpunkten 31 Verkehrsteilnehmer zu schnell. Die Polizei kündigt an, auch zukünftig zu kontrollieren und konsequent gegen Verstöße vorzugehen: "95 Prozent aller Unfälle gehen auf zum Teil bewusstes menschliches Fehlverhalten zurück. Unfälle passieren also nicht einfach, sie werden von Menschen verursacht und sind damit auch vermeidbar", heißt es abschließend.

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