"Die erste Liga im Karneval“

Alles in einer Frauenhand in Rösenbeck: Schützenkönigin ist auch Sitzungspräsidentin

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Als Silke Becker mit ihren Geschichten aus dem Dorf loslegte, standen der ehemaligen Briloner Waldfee zum Schutz sicherheitshalber die Tanzmariechen Nadine Schröder und Frieda Decker zu Seite.

Rösenbeck. Dass Rösenbeck statt eines Schützenvogels eine Schützenhahn hat, unterscheidet das Dorf schon vom Rest der Briloner Ortsteile. Doch jetzt haben die Rösenbecker wieder zugeschlagen. Mit ihrer Schützenkönigin Conny Kersting haben die Narren nun auch eine Sitzungspräsidentin, die als mächtiger Häuptling die stolzen Wikinger als Elferrat anführt – also alles in einer Frauenhand.

Ebenso wie die Dorfchroniken, die ebenfalls aus Frauenhand verfasst von Christiane Rösen und Silke Becker verfasst und zum Besten gegeben wurden. Gejohle und Applaus der bunt kostümierten Narren in der neu gestalteten Rösenbecker Schützenhalle war der Lohn für das zusammengetragene Dorfgeschehen. Sei es die kriminalistischen Vorkommnisse im Bereich der Weißen Frau, dem unerwarteten Wildwechsel, dem Stefanie Borkamp sich nach einer ausgiebigen Feier stellen musste, oder die Erkenntnis einer Rösenbeckerin, dass Stickerbilder zum TuS-Jubiläum auch ohne Einsatz von „Pritt-Stiften“ ins Album eingeklebt werden können. Dass vielleicht nicht alles so wie vorgetragen sich auch genauso zugetragen hat, unterstrich mit ausgestrecktem Arm die Chronistin mit den Worten: „Ihr dürft nicht böse sein, wenn ich füg in die Geschichten noch was ein.“

Schallendes Gelächter, ohne überhaupt auf der Bühne ein Wort gesagt zu haben, erntete Bastian Weber, als der 18-Jährige in kompletter Rösenbecker Vorstandsuniform einmarschierte. Das, was er als „zweiter Vorsitzender der Sankt Laurentius Schützenbruderschaft Rösenbeck“ dann zum Besten gab, ließ zumindest für die nicht Betroffenen schon richtig Lust auf das Schützenfest im August aufkommen.

Doch Samstag hieß es erst einmal Karneval feiern. Und das haben die Rösenbecker dann auch ausgiebig getan – sei es die Aktiven auf und hinter der Bühne oder das bunt kostümierte Narrenvolk an den Tischen und der Theke. Und eins durfte natürlich nicht fehlen und wurde stimmgewaltig mitgesungen: die Hymne zum Fest der Narren: „Rösenbeck, die erste Liga im Karneval“.

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