Nutzung der „Nolte-Hallen“

Antrag der SPD führt zu hitzigen Diskussionen im Rat

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Im Rat wurde über die Nutzung des "Nolte-Geländes" diskutiert. Von Azubi-Appartments über ein Businesshotel bis zu "Open-Spaces" war einiges dabei. 

Brilon – Eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit soll auf dem „Nolte-Gelände“ entstehen. Das ist der Wunsch der Briloner SPD. Gerade die Nähe zur Innenstadt, dem Bahnhof und dem Gewerbegebiet mache das 50.000 Quadratmeter große Gelände für diese Pläne so interessant. So beschreiben es die Sozialdemokraten in ihrem Antrag.

Im Rat der Stadt Brilon wurde am vergangenen Donnerstag beschlossen, dass sich die Verwaltung der Stadt mit den Eigentümern des Geländes in Kontakt setzen und Möglichkeiten für eine Entwicklung ausloten soll. Eigentümer ist die S Quadrat Holding, eine Briloner Unternehmensgruppe. Momentan wird das Gelände von verschiedenen Firmen genutzt. 

Mieter der größten Fläche ist das Unternehmen Briloner Leuchten, das von dort aus einen Teil seiner Logistik abwickelt. Nachdem in Brilon keine Expansionsflächen mehr zur Verfügung standen, baute das 1978 in Brilon gegründete Unternehmen sein Logistikzentrum im Gewerbegebiet Meschede-Enste. Seit dem vergangenen Jahr steht auch das Firmengelände am Nehdener Weg zum Verkauf. 

Trotzdem werden auch die „Nolte-Hallen“ weiter genutzt. Sollte jedoch auch diese Fläche aufgegeben werden, so entstehe ein Gelände, das „für die Stadtentwicklung von größtem Interesse ist“, so die SPD in ihrem Antrag. Neben der Schaffung von unterschiedlichen Wohnformen, wie zum Beispiel Azubi-Appartments, eigne sich das Gelände auch gegebenenfalls als Standort für ein Businesshotel und für die Entstehung von Arbeitsräumen, etwa in der Form von „Open-Spaces“. So sollen auch Start Ups in Zukunft unterstützt werden. Auch die Schaffung von Erholungsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen sei denkbar. Im Rat wurde der Antrag hitzig diskutiert. 

Planung mit dem Eigentümer

Neben baurechtlichen Fragen gab es auch Bedenken seitens der CDU, ob es überhaupt Sinn mache im Stadtrat über die Nutzung eines privaten Grundstückes zu entscheiden. Beigeordneter Reinhold Huxoll betonte, dass das Vorhaben zusammen mit dem Eigentümer geplant werden solle und eine Gemeinschaftsarbeit darstelle. 

Auch die Form der geplanten Nutzung stand zur Debatte. Karin Bange (CDU) gab zu bedenken, dass in Brilon sowieso schon wenig Gewerbeflächen zur Verfügung ständen und damit eine weitere potenzielle Fläche verschwinden würde.

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