Die Bankenehe ist perfekt

Ein neues 'Wir-Gefühl': Die Volksbankmitarbeiter kamen sich beim Neujahrsempfang in der Madfelder Schützenhalle näher.

Aufbruchstimmung bei der Volksbank: Mit dem Jahreswechsel sind die bis dato eigenständigen Volksbanken in Brilon und Büren/Salzkotten zu einem Institut verschmolzen: der neuen Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten.

Rein formal erfolgt die Fusion erst im Juli (nach Genehmigung der Jahresabschlüsse 2011) mit der Eintragung ins Genossenschaftsregister - und technisch wirksam wird sie mit der Zusammenlegung der Rechenwerke kurz darauf -, dennoch arbeiten beide Banken seit Jahresbeginn auf gemeinsame Rechnung.

Die mehr als 70.000 Kunden dürften bislang kaum Auswirkungen des Zusammenschlusses gespürt haben. "Das ist auch gut so", sagen die Vorstandsmitglieder und fügen hinzu: "Alle Filialen und die vertrauten Ansprechpartner vor Ort werden weiterhin das Gesicht der Bank in der Region prägen."

Die Verschmelzung der Banken erhöhe die Kreditkapazitäten und solle noch mehr Kundennähe und -zufriedenheit bringen. Außerdem entstünden Synergien. Zum Beispiel könnten Spezialisten für neue Geschäftsfelder wie das Themenfeld "Erneuerbare Energien" eingesetzt und die Kunden künftig noch besser beraten werden.

Und auch die Mitarbeiter sind auf dem besten Wege, ein neues Wir-Gefühl zu entwickeln: Auf einem gemeinsamen Neujahrsempfang in der Schützenhalle Madfeld kamen Volksbanker aus Delbrück und Olsberg, Brilon und Büren, Geseke und Winterberg, Salzkotten und Bad Wünnenberg einander näher. Gut 320 Mitarbeiter und Ehemalige waren bei der Kennenlernveranstaltung mit von der Partie.

Bilanzsumme beträgt 1,285 Milliarden Euro

Was die wirtschaftliche Seite der Verschmelzung anbelangt, sind die beiden ehemals eigenständigen Institute gestärkt in ihre gemeinsame Zukunft gestartet. Von einem guten 2011 sprachen die Vorstandvorsitzenden beider Kreditinstitute.

Ihr Hauptaugenmerk legen die vier Vorstände indessen auf die addierten Zahlen, mit denen sie am 1. Januar an den Start gegangen sind. Die Bilanzsumme als wichtige Messgröße für den Geschäftsumfang eines Kreditinstituts hat danach zum Stichtag einen Stand von 1,285 Milliarden Euro. 849 Millionen Euro (+4,7 Prozent) hat Büren und Salzkotten dazu beigesteuert, 436 Millionen Euro (+2,3 Prozent) kommen von den Brilonern. Die gemeinsamen Kundeneinlagen betragen 912 Millionen Euro - 599 Millionen Euro (+6,5 Prozent) Büren/Salzkotten und 313 (+3,2 Prozent) Brilon. Das an die private und gewerbliche Kundschaft ausgeliehene Kreditvolumen beläuft sich auf 883 Millionen Euro - 605 Millionen Euro (+1,9 Prozent) Büren/Salzkotten und 278 (+3,7 Prozent) Brilon.

In den Zahlen zum Kreditgeschäft enthalten ist auch das Volumen der vermittelten Programmkredite. Bei der Beschaffung zinsgünstiger Darlehen für ihre Kunden nehmen beide Institute traditionell eine starke Stellung ein. Im Jahr 2011 vermittelten sie nicht weniger als 547 Sonderkredite mit einem Volumen von 45,6 Millionen Euro. Nutznießer waren Investoren aus dem privaten Wohnungsbau (374), der gewerblichen Wirtschaft (132) und dem Agrarbereich (41). Auch 21 Existenzgründungen (in den Zahlen des Gewerbes enthalten) haben die Volksbanken durch Vermittlung eines öffentlichen Förderdarlehns finanziell begleitet.

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