Internationales Jugendbegegnungsprojekt in Brilon

Barrieren überwinden

Bürgermeister Dr. Christof Bartsch stellte sich den Fragen der Jugendlichen aus Portugal und Deutschland. Foto: C.H.

Erstmalig findet im Rahmen des EU-Programms “Erasmus+Jugend in Aktion” ein internationales Jugendbegegnungsprojekt in Brilon statt.

Aus diesem Grund gab es vergangenen Donnerstag einen Empfang der portugiesischen Besucher durch Bürgermeister Dr. Christof Bartsch mit anschließender Diskussion.

Initiiert von Margitta und Karl Wiemeyer und geleitet von Sozialarbeiterin Katharina Wicik werden sich zehn deutsche Jugendliche aus Brilon und Umgebung sowie die gleiche Anzahl Jugendlicher von der Azoreninsel São Miguel innerhalb der Projektzeit vom 25. März bis zum 1. April in Brilon begegnen, um zusammenzuleben und voneinander zu lernen.

Zu Beginn des Treffens hielt Bartsch eine englische Willkommensrede, in der er den Gästen Einzelheiten über Brilon und seine Geschichte erzählte. Anschließend wünschte er den Gästen einen guten Aufenthalt, wenig Regen und viele neue Freunde.

Im Anschluss durften die Jugendlichen Fragen stellen, etwa, was dem Bürgermeister an seiner Tätigkeit besonders gut gefällt, welches seine Hauptanliegen sind, ob er selber bereits einen Schüleraustausch erlebt hat und was es mit dem Jugendparlament auf sich hat.

Die Portugiesen selber bedankten sich für die Gastfreundschaft, brachten das ungewohnte, aber leckere deutsche Essen zur Sprache, staunten über die gute Organisation hier und die klaren Regeln, wie zum Beispiel Pünktlichkeit. Als Bartsch die Fußball-WM zur Sprache brachte und fragte, was los gewesen sei mit Portugal, war das Eis endgültig gebrochen. Abschließend wurden noch Geschenke ausgetauscht.

Interkulturellen Austausch fördern

Das Projekt zielt darauf ab, die Teilnehmer zwischen 14 und 17 Jahren durch Themen rund um Sport und Natur eine ihnen bislang fremde Kultur näherzubringen. Durch vielfältige Aktivitäten, wie zum Beispiel die Besichtigung der Marienschule Brilon, einen Wandertag auf dem Rothaarsteig mit einer Baumpflanzaktion im Bürgerwald, einer GPS-Tour, Schlittschuhlaufen, Schwimmen, dem Besuch einer Kartbahn, einem gemütlichen Lagerfeuer mit Stockbrot sowie zum Abschluss einem interkulturellen Abend mit landestypischen Speisen sollen Barrieren leichter überwunden werden. Weiterhin haben die deutschen Jugendlichen Referate vorbereitet zum Thema Kyrill und Borberg, alle gestalteten gemeinsam ein deutsch-portugiesisches Wörterbuch und es wird einen eigenen Facebook-Auftritt geben.

Neben den Fördermitteln durch die Europäische Union und einer großzügigen Spende einer einheimischen Baufirma trugen die Beteiligen selbst durch eine Waffelbackaktion dazu bei, dieses abwechslungsreiche Programm zu ermöglichen. Vorurteile abbauen, neue Freundschaften schließen sowie neue Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu fördern sind einige wichtige Ziele dieses Projektes. Wie eine Betreuerin berichtete, verstehen sich die Besucher bestens mit den Brilonern, obwohl sie im Vorfeld nur über E-Mail Kontakt hatten. Um die Erfahrungen weiter auszubauen und die frischen Kontakte zu pflegen, ist im Juli ein Gegenbesuch geplant. (Von Christiane Heiligers, brilon@sauerlandkurier.de)

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