Baumhasel löst Debatte aus

Im Rahmen der Erneuerung der Hoppecker Straße vom Kreisverkehr bis zum Derker Tor wird der Bauausschuss endgültig über eine Erhaltung oder Neupflanzung der Baumbestände in seiner kommenden Sitzung entscheiden, so das Ergebnis einer lebhaften Diskussion.

Eingangs erklärte Stadtbaudirektor Johannes Nolte, dass es für den Leitungsbau in der Hoppecker Straße notwendig sei, die Wurzeln der dortigen Linden freizulegen. Da dies mit "sehr großen Schwierigkeiten bei manueller Wurzelfreilegung" verbunden sei, schlug er eine Neupflanzung vor. Thorsten Franke von den Stadtwerken ergänzte, dass bei einer Wurzelfreilegung eine Beschädigung der Wurzeln "nicht vermeidbar" sei. Der Einsatz von Maschinen sei nicht möglich.

Neupflanzung kostet 4000 Euro

Wirtschaftlich rechne sich eine Neupflanzung, die 4000 Euro koste. Bei einer Wurzelfreilegung sei man "Ruckzuck bei fünf bis sieben Tausend Euro." Für die Neupflanzung schlug er neben Wurzelschutzplatten eine Baumhasel als "geeigneten Straßenbaum" vor. Dies stieß auf Widerstand. Michael Hilkenbach (CDU) hält die vorhandenen Linden für "robust". Christiane Kretschmar (BBL) ergänzte, durch eine Neupflanzung werde "Entscheidendes kaputt" gemacht. Die Baumhasel nannte sie einen "Pisselbaum".

Wolfgang Kleineberg (SPD) schlug eine Neupflanzung vor, allerdings mit einem anderen Baum als der Baumhasel. Dem schloss sich Heinz Hillebrand (CDU) an, weil durch eine Neubepflanzung der durch die Wurzeln huckelig gewordene Bürgersteig ebener werde und damit behindertengerechter für die Bewohner des naheliegenden Altenheims St. Engelbert sei. Hilkenbach forderte eine Verschiebung der Entscheidung bis zur nächsten Sitzung, um bis dahin zu klären, wie ein Bepflanzungsplan mit Abständen aussieht. Trotz einiger Kritik setzte er sich damit durch.

Nun wird am 4. Februar über Baumerhaltung oder Baumneupflanzung entschieden. Es sollen alternative Bäume genannt werden. Wenige Tage später soll das Ergebnis in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. "Die Mehrzahl der Einwohner ist für eine Neupflanzung", berichtete August Vollmert (FDP).

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