2,8 Millionen Euro für Wohnhaus für Menschen mit Behinderung

Baustart für das neue Dechant-Ernst-Haus in Brilon

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Die ersten Bauarbeiten starteten am Hellenteich. Im Hintergrund sind die Rettungswache und das Krankenhaus zu sehen.

Brilon – Für den Neubau des ältesten Wohnhauses für Menschen mit Behinderung des Caritasverbandes Brilon, dem Dechant-Ernst-Haus, begannen am Montag die Bauarbeiten am Hellenteich unterhalb der Rettungswache.

Als erstes der mittlerweile sechs Wohnhäuser für Menschen mit Behinderung öffnete das Dechant-Ernst-Haus (in der ehemaligen Baustoffhandlung Käfer) in der Briloner Gartenstraße am 1. Januar 1981 seine Türen. Zunächst zogen hier 16 Bewohner mit geistiger Behinderung ein. Nach Umbauarbeiten und Erweiterungen bot das Haus zuletzt insgesamt 44 Bewohnern eine Heimat, von denen einige in einer Außenwohngruppe begleitet und betreut werden. Aufgrund des Wohn- und Teilhabegesetzes, das unter anderem Einzelzimmer fordert, und um den Bewohnern eine bestmögliche Wohn- und Lebensqualität zu bieten, baut die Caritas Brilon das Dechant-Ernst-Haus am Hellenteich neu. „Am jetzigen Standort wäre eine gesetzeskonforme Modernisierung betriebswirtschaftlich nicht darstellbar“, sagt Caritas-Vorstand Heinz-Georg Eirund. 

Ausgelegt ist der Neubau des Dechant-Ernst-Hauses auf 24 Plätze. Der Neubau gehört, ebenso wie das im März bezogene, neu gebaute St. Liboriushaus in Winterberg, als Teilprojekt zum mehrjährigen Neu- und Ersatzneubauten-Programm der stationären Behindertenhilfe. Dazu gehören die Briloner Häuser St. Elisabeth, St. Nikolaus, St. Hildegard und Dechant-Ernst sowie das Haus Nordhang am Bahnhof und St. Liborius in Winterberg. Insgesamt wohnen 176 Menschen mit Behinderung in den Caritas-Wohnhäusern. 

Gebaut wurde und wird vor dem Hintergrund des eingangs zitierten Wohn- und Teilhabgesetzes. Mit dem Neubau des Dechant-Ernst-Hauses wird die Modernisierung der Wohnhäuser abgeschlossen sein. „Den Namen haben wir bewusst beibehalten, um das Gedenken an Dechant Ernst, der sich zu Lebzeiten sehr für die Menschen und die Caritas engagiert hat, wachzuhalten“, betont Thomas Schneider, Fachbereichsleiter Behindertenhilfe. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 13 Monate.

Hintergrundinfos 

In den Neubau des Dechant-Ernst-Hauses werden insgesamt 2,8 Millionen Euro investiert. Das Investitionsvolumen setzt sich aus Kapitalmarktdarlehen, öffentlichen Darlehen des Landes NRW, Eigenmittel sowie durch die Förderung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW zusammen. Ausführender Architekt ist Schmidt Mengeringhausen aus Olsberg.

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