Innovativ und zukunftsorientiert

Das Berufskolleg Brilon ist auf dem Weg zur digitalen Schule

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Lehrerin Stephanie Holthoff und ihre Schüler nutzen am Berufskolleg Brilon im „Klassenraum der Zukunft“ viele digitale Optionen.

Brilon – Ein lernbereites und daraus resultierendes sicheres Umgehen mit den digitalen Medien im Schulalltag bereitet Schüler optimal auf die zukünftige Arbeitswelt 4.0 vor. Das Briloner Berufskolleg hat in dieser Hinsicht bereits eine Vorreiterrolle übernommen.

Die Verwirklichung einer digitalen Schule steht ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Bei einem Pressegespräch erläuterte Franz-Josef Killing, Schulleiter des Briloner Berufskollegs, die weiteren Bausteine, die der Verwirklichung einer digitalen und papierlosen Schule dienen. 

Klassenraum der Zukunft

Anfang des Jahres wurde der einjährigen Berufsfachschule ein neuer Klassenraum, der den Ansprüchen an eine digitale Schule entspricht, übergeben. Jeder Stuhl hat zum Beispiel eine extra Ablage für Laptops, mit denen die Schüler im Unterricht arbeiten. Entweder verfügen die Jugendlichen über eigene Notebooks oder sie bekommen sie gestellt. Der große Bildschirm, der sich vorne im Klassenraum befindet, wird vom Laptop der Lehrperson mit Daten „gefüttert“ und dient der Unterrichtsgestaltung. Ein hinten im Raum befindlicher Bildschirm spiegelt diese wider, so dass der Teil der Schüler, die sich zu Gruppenarbeiten zusammen gefunden haben (pädagogische Lerninseln), alles Wichtige vom Unterricht noch mitbekommen können. 

Jeder Schüler hat ein eigenes Fach, das mit einer Steckdose ausgestattet ist, um die Laptops zu laden. Innovative Unterrichtskonzepte finden hier mittels digitaler Vernetzung ihre Anwendung. Ab nächstem Schuljahr wird sich zeigen, welche positiven Folgen die Innovationen bewirken werden. 

Videoteaching

In einem extra Videoteaching-Raum ist um Beispiel eine Kooperation mit dem Berufskolleg Meschede - dank dem Einsatz von digitalen Medien - möglich. Der Unterricht findet in Brilon statt und Schüler aus Meschede werden zugeschaltet, so dass eine Gruppenarbeit entsteht. Es wird nichts gespeichert, lediglich ein Streaming findet statt. 

Nicht nur die Schüler ergänzen sich und nehmen externes Wissen an, auch die Lehrpersonen nutzen diesen Synergieeffekt. Außerdem kann man Experten mittels Videokonferenzen zuschalten, die so zur Steigerung der Unterrichtsqualität beitragen können. 

Der Videoteaching-Raum ist nicht nur für den Unterricht da. Lehrpersonen können zum Beispiel mit ihren Kollegen von anderen Schulen mittels der digitalen Medien kommunizieren. „Das Berufskolleg Brilon ist in digitaler Hinsicht überregional sehr gut aufgestellt“, so Franz-Josef Killing. „Auch die Schüler/innen haben sich gut an die Erneuerungen gewöhnt und empfinden sie mehr und mehr als Normalität.“ Beste Voraussetzungen also, gut für die Arbeitswelt 4.0 gerüstet zu sein.

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