Pilotprojekt "St. Martin macht Mobil" sorgt für mehr Freiheit und Mobilität

Beschäftigte der Caritas-Werkstätten absolvieren Führerscheinprüfung

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Mofa, Land- und Baumaschinen: Diese Fahrzeuge, wie beispielsweise den Radlader, dürfen jetzt die Beschäftigten (v. l.) Maik-Dietmar Hüwel, Marvin Klein und Sebastian Emde der Caritas-Werkstätten St. Martin nach der bestandenen Führerscheinprüfung bewegen.

Brilon -  Die mächtigen Steinbrocken, die von der Baggerschaufel durch leichten Fingerzeig bewegt werden, beweisen: Das Pilotprojekt ist gelungen. Die drei Beschäftigen Maik-Dietmar, Marvin und Sebastian der Caritas-Werkstätten St. Martin haben die Fahrprüfung zum Führerschein der Klasse M, L bestanden. Ein Erfolg für alle Seiten.

Durch den Führerschein gewinnen die drei jungen Männer im Privatleben mehr Freiheit und Mobilität: Die Scheinklasse schließt Mofas ein. Auch auf der Arbeit können sie jetzt mehr bewegen. Sie zählen auf: „Wir dürfen ab sofort Baumaschinen bis 25 km/h, Landmaschinen bis 40 km/h ohne Anbaugeräte, ansonsten 25 km/h fahren und sind durch den Führerschein berechtigt, mit diesen Maschinen am Straßenverkehr teilzunehmen.“

Was gut, praktisch und sehr nützlich ist: Alle drei arbeiten in der Gärtnerei und dem Friedhofsdienst der Caritas-Werkstätten St. Martin. Und noch weitere Pluspunkte nennt Moritz Büsing, Leiter der besagten Bereiche: „Durch den Führerschein sind wir abgesichert, denn es wurde Licht in eine Grauzone gebracht: Bis dato war nicht klar geregelt, wer mit welcher Maschine wann eine Straße kreuzen darf.“ Der Führerschein ist jetzt der offiziell gültige Passierschein.

Ein besonderes Dankeschön richten die Drei und das Caritas-Team an die Fahrschule Thiele. „Dort wurden wir für die Prüfung fit gemacht.“ Dazu gehörte auch, so Gärtnerei-Leiter Büsing, dass „die Angst vor dem Versagen in absolute Motivation verwandelt wurde“. Nach dem gelungenen Pilot-Start sollen weitere Beschäftigte der Caritas-Werkstätten St. Martin die Möglichkeit bekommen, diesen Führerschein zu machen.

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