„Umfangreiche Ermittlungen“

Polizisten in Lebensgefahr gebracht: Motorrad-Raser nach sieben Monaten gefasst

Zu zweit waren die Motorradfahrer unterwegs.
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Zu zweit waren die Motorradfahrer unterwegs. (Symbolfoto)

Nach sieben Monaten Ermittlungsarbeit ist sich die Polizei sehr sicher, einen Motorrad-Raser gefasst zu haben. Mehrere Polizisten statteten ihm einen Besuch ab.

Rüthen/Brilon - Mit über 180 km/h statt der erlaubten 100 km/h raste am 19. Juli 2020 ein Motorradfahrer an einer Kontrollstelle der Polizei vorbei. Zusammen mit einem zweiten Biker war der Mann am betroffenen Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr im Bereich der Straße Romecke nahe der B516 beim Rüthener Ortsteil Kneblinghausen unterwegs.

Da er vorausfuhr, geriet er ins Laser-Visier der Beamten, die seine Geschwindigkeit mit ihrem Messgerät festhielten. Doch plötzlich brachten die Motorradfahrer einen der Polizisten in Lebensgefahr.

Raser bringt Polizisten in Gefahr: „Für den Tag nicht mehr dienstfähig“

„Ein uniformierter Polizeibeamter gab den Motorradfahrern daraufhin deutliche Zeichen, dass sie rechts ran fahren sollten. Nach einer ersten Geschwindigkeitsreduzierung beschleunigten sie erneut und fuhren rechts und links an dem Beamten vorbei. Hierbei hielten die beiden Biker einen geschätzten Seitenabstand von 50 Zentimetern zum Polizeibeamten. Der Polizist war danach für den Tag nicht mehr dienstfähig“, berichtete Polizeisprecher Holger Rehbock.

Die Polizei berichtet, dass es in den mittlerweile sieben vergangenen Monaten seit dem Vorfall umfangreiche Ermittlungen gab. Diese führten nun zu einem Tatverdacht gegen einen 33-Jährigen aus Brilon. „Mitarbeiter der Polizei aus dem Kreis Soest und dem Hochsauerlandkreis vollstreckten am letzten Freitag (26. Februar) an seiner Wohnanschrift einen Durchsuchungsbeschluss“, so Holger Rehbock.

Polizei hat harten Verdacht gegen mutmaßlichen Raser: Kleidung und Motorrad sichergestellt

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten Motorradbekleidung und ein Motorrad. Die mutmaßlichen Beweisstücke wurden sichergestellt. „Aufgrund der aufgefundenen Gegenstände konnte der Tatverdacht weiter erhärtet werden“, berichtete Rehbock.

Grund genug für die Beamten, den Beschuldigten erkennungsdienstlich zu behandeln. Der Briloner schweigt zu den Vorwürfen: „Er selber macht aktuell keine Angaben zur Sache und hat mit der Wahrung seiner Interessen einen Rechtsanwalt beauftragt.“

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