Fridays for Future - #AllefürsKlima

Briloner beteiligen sich an "Globalem Klimastreik" auf dem Marktplatz

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„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“: Dieser Ruf erschallte auch am gestrigen Freitag auf dem Briloner Marktplatz, wo sich zahlreiche Menschen von Jung bis Alt für ihren Planeten stark machten.

Brilon – Erstmalig fand am gestrigen Freitag ein „Globaler Klimastreik“ im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung statt. Neben rund 500 Städten, die sich allein in Deutschland im Vorfeld zu der Protestaktion angemeldet hatten, bewegten sich im Hochsauerlandkreis ebenfalls zahlreiche Menschen für den Klimaschutz auf die Straßen – so auch auf den Marktplatz im Herzen Brilons.

Unter dem Motto #AllefürsKlima werden nicht mehr nur Kinder und Jugendliche, sondern nun auch Erwachsene gegen die anhaltende Zerstörung des Planeten und für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens laut. „Längst spüren wir die Auswirkungen der Klimakrise auch hier im Hochsauerland. Ob in Gärten, in den Wäldern, an Flüssen; die Hitzesommer sprechen Bände und werden zunehmend zu einer Belastung für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wir fordern endlich echte und konkrete Maßnahmen“, plädiert Stefan Schütte, Sprecher des Kreisverbandes Hochsauerland von Bündnis 90/Die Grünen, bereits im Vorfeld der Aktion. 

Dass auch in den Köpfen der Briloner unlängst ein Umdenken stattgefunden hat, zeigen die Szenen, die sich am Marktplatz abspielen: Kinder sitzen friedlich zusammen, halten mit Kreide ihre Wünsche für die Zukunft fest, Jugendliche ragen ihre bunten Plakate in die Höhe und Erwachsene unterstützen sie tatkräftig dabei, diskutieren rege und scheinen sich in einer Sache einig – sie alle wollen Verantwortung übernehmen und ihren Kindern und Enkelkindern noch eine Zukunft auf der Erde ermöglichen. Sie alle wissen: „Es gibt keinen Planeten B“, wie es auch auf einem der zahlreichen Plakate geschrieben steht.

„Nur wenn wir Vorbild sind, kann sich auch im Bewusstsein der Kinder etwas verändern. Sie sollen leben, so wie ich leben durfte“, so die Beweggründe von Beatrix Rahmann, nun auch friedlich auf die Straße zu gehen. „Das Ausmaß der Katastrophe wurde mir schlagartig bewusst, als ich eine Dokumentation mit Luftaufnahmen unseres Planeten sah. Millionen verendeter Tiere, abgestorbene Wälder, Gase in der Luft und eine dahinschmelzende Arktis – es macht mich betroffen, wütend und traurig, wie unsere Erde langsam verschwindet und vieles verloren geht“, beschreibt die Brilonerin ihre Gemütslage hinsichtlich des Klimawandels – und damit auch den Handlungsbedarf innerhalb der Gesellschaft. 

Kinder und Erwachsene vereint

Dieser steht auch den Kindern und Jugendlichen ins Gesicht geschrieben: „Wir machen das nicht nur für uns, sondern für die nachfolgenden Generationen“, so die Intention von Mia. Freundin Mariella ergänzt: „Das ist etwas, was nicht nur uns betrifft, sondern besonders die Menschen nach uns. Wir müssen Verantwortung tragen.“ 

Dass der Klimawandel auch vor dem Sauerland keinen Halt macht, weiß die 26-jährige Daniela Gapski aus Brilon, die die Demo in Brilon gemeinsam mit Bastian Grunwald initiierte: „Wir wollen zeigen, dass auch in Brilon und dem Sauerland das Bewusstsein da ist, etwas verändern zu wollen“, schildert Grunwald den Hintergrund der Aktion auf dem Marktplatz. 

Um die Jugend zu unterstützen, plante der selbsternannte „Klima-Senior-Aktivist“ Gernod Hattig zudem eine Erwachsenendemo: „Das war für Brilon ein guter Anfang. Greta hat uns aufgerufen, wir Erwachsenen wollen das genauso ruhig und entspannt übernehmen. Es ist toll, an der Jugend teilzuhaben“, so die Worte des 67-Jährigen. 

Ob die Demos ihre Wirkung entfalten, wird sich nun auf dem Klimakabinett in Berlin und dem bevorstehende UN-Gipfel in New York zeigen – in den Köpfen der Einzelnen hat die Veränderung jedoch bereits begonnen.

Wie Klimaschutz im Alltag geht, zeigt die Verbraucherzentrale Arnsberg (SauerlandKurier berichtete).

"Fridays for Future": Briloner beteiligen sich an "Globalem Klimastreik"

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