Gesundheitsstandort Brilon und Hansetage prägen den Empfang der Stadt

Briloner Hanselogo wird beim Neujahrsempfang enthüllt

Das Hanselogo wurde beim Neujahrsempfang der Stadt Brilon enthüllt. 
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Das Hanselogo wurde beim Neujahrsempfang der Stadt Brilon enthüllt. 

Brilon. Der Startschuss für die internationalen Hansetage 2020 in Brilon ist gefallen und pünktlich zum Neujahrsempfang am vergangenen Sonntag präsentierte das Biloner „Hanseteam“ das extra entworfene Logo, mit dem nun geworben werden soll. Einen weiteren Schwerpunkt für das Jahr 2016 wird die Sicherung des Gesundheitsstandortes in Brilon sein.

Rund 300 Gäste hatten sich zum traditionellen Neujahrsempfang im Briloner Bürgerhaus eingefunden, um eine Rückschau auf das vergangene Jahr und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu erleben. Einen breiten Rahmen nahm dabei die Vorstellung des neuen Hanselogos ein.

Auf dem Entwurf, vorgestellt von Jörg Schlüter, sind die Besonderheiten dieser 40. internationalen Hansetage zusammengefasst: Hanse-Heimat-Handgemacht. Neben dem Datum, 4. bis 7. Juli 2020, dem Höhepunkt des Festes, stilisieren die vielen Hände und das Briloner Wappen gelungen und gut erkennbar, dass dazu viele Hände aus der Briloner Kernstadt und seinen Dörfern beitragen. Auch die bereits in vielen Briloner Logos verwendete grüne Welle, trägt zur Wiedererkennung und Bezug auf die Stadt des Waldes bei.

Schon jetzt prangt dieses Logos an den Shirts des Hanseteams und auch die ersten Sektgläser mit dem Logo gab es beim Neujahrsempfang zu bestaunen.

„Wir haben ein schlagkräftiges Team zusammengestellt“, hob Bürgermeister Dr. Christof Bartsch hervor. „In insgesamt 17 Arbeitskreisen werden wir uns ab diesem Jahr aufmachen, um die Vorbereitungen zu treffen. Auf den bis 2020 verbleibenden Hansetagen in Bergen (2016), Kampen (2017), Rostock (2018) und Pskow (2019) werden wir nun ganz konkret mit Logo und Motto werben können für Brilon 2020. Bereits im letzten Jahr waren wir mit einer größeren Delegation in Viljandi/Estland. Herausragend dabei der Werbeeffekt und der Wiedererkennungswert unserer Briloner Waldfee in der Hansefamilie und an der Seite von Graf Bernhard aus Lippstadt, unserer befreundeten Hansestadt, kann sie sicherlich fast schon als Symbolfigur der Hansetage bezeichnet werden.“

Ein weiteres Schwerpunktthema mit großer Wichtigkeit war die „Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in Brilon und den 16 Dörfern“. Mit Blick auf diesen Schwerpunkt waren dazu zu diesem Neujahrsempfang die am Ort niedergelassenen Haus- und Fachärzte, die Zahnärzte, die Chefärzte und die geschäftsführenden Verantwortlichen des Briloner Krankenhauses sowie die Betreiber und Vertreter der hiesigen therapeutischen Einrichtungen besonders eingeladen.

„Mehr als eine Frage der Ethik“

„Eine gute Versorgung über alle Generationen, von der Geburtshilfe bis hin zur geriatrischen Komplexbehandlung, ist weit mehr als reine Daseinsvorsorge, ist weit mehr als eine Frage der Ethik und der gesellschaftlichen Werte“, unterstrich Dr. Bartsch. „Für eine Stadt wie Brilon ist sie ein ganz wesentlicher Lebensstandortfaktor und damit ein wichtiger Wirtschaftsstandort-Faktor, der einerseits seine eigenen Wertschöpfungsbeiträge leistet, andererseits als weicher Faktor aber auch unerlässlich ist für die Arbeitnehmerakquise aller am Ort heute und in Zukunft ansässigen Unternehmen.“

Natürlich war bei einem Neujahrsempfang auch das allumfassende Thema der Flüchtlingssituation positioniert. Der Bürgermeister präsentierte das Thema auf seine Art: „Anstelle weiterer Ausführungen zu dem Thema, die reine Wiederholung wären, möchte ich hier und heute drei Asylbewerber zu Wort kommen lassen, die uns überantwortet worden sind. Muayyed Alasmi aus Syrien, Vaskar Rahman aus Bangladesch und Said Hafiz Shah aus Afghanistan.“

Als die drei in erstaunlich gutem deutsch aus ihren Lebensgeschichten und ihren Zukunftsplänen berichteten, war ein langer und intensiver Applaus mehr als nur Anerkennung für das, was diese drei stellvertretend für viele derzeit erleben. Mit den Sternsingern, diese Jahr aus Wülfte, endete traditionell der Neujahrsempfang. Mit auf den Weg gab dabei Bürgermeister Dr. Bartsch, in Anlehnung an den bekannten Film die Herausforderung: „Spätestens seit Forrest Gump wissen wir: 'Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.' Auch 2016 wird manches bereithalten, das es zu lösen gilt, und von dem wir heute vielleicht noch gar nichts ahnen.“

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