Lebensnotwendige Hilfe

Briloner spenden für krebskranke Kinder in der Ukraine

Die krebskranken Kinder in der Ukraine sind dankbar für die Spenden aus Brilon.

Brilon. Mehr als 4000 Euro haben Bürger aus Brilon und Umgebung in diesem Jahr bereits gespendet. Damit unterstützen sie das Projekt von Diplom-Pädagogin Victoria Liese und Apothekerin Astrid Pfitzner. Die beiden engagierten Brilonerinnen sammeln bereits seit fünf Jahren für krebskranke Kinder aus der Ukraine.

„Von dem gespendeten Geld wurden viele lebenswichtige Medikamente, verschiedene Vitamine und Verbandmaterialien gekauft“, betont Liese. Auch Süßigkeiten, Spielzeuge, Mal- und Bilderbücher seien schon bei den Schenkungen dabei gewesen. „Besonders zur Weihnachtszeit waren die Menschen sehr aktiv. Es ist bewundernswert, wie viel Mitgefühl für die kranken Kinder gezeigt wird“, freut sich die Diplom-Pädagogin.

So habe ein Briloner insgesamt 66 Pyjamas gespendet und ein Frauenkegelklub habe das Geld, was die Mitglieder für die Weihnachtslotterie gesammelt haben, dem Projekt zugute kommen lassen. „Ein 90-Jähriger hat sich auch mit einer großzügigen Gabe beteiligt. Er hat im zweiten Weltkrieg Menschen aus der Ukraine kennengelernt, die hier als Zwangsarbeiter tätig waren. Ich denke, er möchte nun etwas zurückgeben“, zeigt sich die gebürtige Ukrainerin gerührt von der großen Unterstützung ihrer Mitbürger.

Auch Bürgermeister Christof Bartsch beteiligte sich bereits an der Aktion (SauerlandKurier berichtete). „Ich glaube, dass viele Bürger danach auch bereit waren für diesen Zweck zu spenden, weil der Bürgermeister es auch getan hat. Dadurch wussten die Menschen dann, dass sie ein sinnvolles und vertrauenswürdiges Projekt unterstützen“, so Victoria Liese. Da noch mehr Spenden benötigt werden, hofft die Brilonerin auf weitere Unterstützung aus Brilon und Umgebung. „In der Ukraine gibt es keine Krankenversicherung. Die Medikamente, die wir schicken sind daher lebensnotwendig.“ Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann seine Spenden bei Apothekerin Astrid Pfitzner bei der St. Engelbert-Apotheke, Friedrichsstraße 4, abgeben. „Astrid Pfitzner ist sehr engagiert und steckt viel Energie in die Aktion. Ich bewundere sie dafür wirklich sehr“, betont Liese. Bei Astrid Pfitzner können sich alle Interessierten Fotos der Kinder anschauen, denen bereits durch die Aktion geholfen wurde.

„Das Geld und die Sachspenden kommen zu 100 Prozent bei den Kindern an. Wir möchten uns für das Vertrauen aller Menschen hier in der Umgebung bedanken“, so Liese abschließend.

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