Große Hilfe

Briloner unterstützen ukrainische Krankenhäuser - Spendenaktion für krebskranke Kinder

Viele fleißige Helfer arbeiteten insgesamt sechs Tage – von morgens bis abends, um das gespendete Mobiliar in die Ukraine zu bringen.

Brilon - Die Ukraine liegt dem Ehepaar Victoria und Wilhelm Liese aus Brilon sehr am Herzen. Die Diplom-Pädagogin und der Bauingenieur sammeln zusammen mit der Apothekerin Astrid Pfitzner bereits seit fünf Jahren Spenden für krebskranke Kinder in Kiew (Kyiv) und Lwiw (SauerlandKurier berichtete mehrmals).  Jetzt nahmen sie eine besonders großzügige Spende entgegen – für mehrere ukrainische Krankenhäuser.

"Das Seniorat Eringerfeld schenkte uns das gesamte, sehr gut erhaltene Mobiliar und alle 66 Pflegebetten“, berichtet Victoria Liese begeistert. Das Pflegeheim bei Geseke ist derzeit geschlossen. Durch den Briloner Unternehmer Thomas Kaefer, der den Geschäftsführer der Seniorat-Pflegeheime, Michael Gubitz, kennt, kam der Kontakt zustande. Beide begleiteten die Organisation und Verladung der gesamten Einrichtung. 

Neun freiwillige Helfer aus der Stadt Lwiw von der Wohltätigkeitsorganisation, der das Ehepaar Liese angehört, kamen zur Unterstützung nach Deutschland. Das Seniorat Eringerfeld hatte für alle ukrainischen Helfer ein Hotel in Büren mit Halbpension bereitgestellt. Sponsoren aus der Ukraine spendeten vier große Sattelzüge einschließlich der Fahrten, deren Verpflegung und Benzin. Auch das Briloner Autohaus Paul Witteler stellte einen Transporter mit Hydraulik-Laderampe zur Verfügung. Die Freiwilligen arbeiteten insgesamt sechs Tage – von morgens bis abends – und verluden das Mobiliar. 

Die gespendeten Pflegebetten wurden mithilfe eines Transporters mit Hydraulik-Laderampe verladen.

Die gesamte Organisation, der Transport der Möbel aus dem Gebäude und die Verladearbeiten wurden täglich vom Ehepaar Liese begleitet. „Besonders die Beschaffung der Zolldokumente über die Spedition in Paderborn und die zuständigen Zollbehören in Paderborn und Anröchte waren nicht ganz unproblematisch“, berichtet Victoria Liese, die zusammen mit Wilhelm Liese von der Hilfsbereitschaft überwältigt ist: „Unsere Aktion wird sicherlich eine große Hilfe für das Gesundheitswesen in der Ukraine sein. Allen Helfern und Sponsoren sind wir sehr dankbar, dass unsere Aktion gut und reibungslos verlaufen ist.“ Alle Sattelzüge sind inzwischen wohlbehalten in Lwiw angekommen. 

Mit den voll gepackten Sattelzügen ging es zurück in die Ukraine.

„Mit dem Transport haben wir auch dieses Mal wieder Medikamente im Wert von insgesamt 883 Euro für krebskranke Kinder mitgegeben“, so die gebürtige Ukrainerin. 

Nächste Aktion vor Weihnachten

Vor Weihnachten werden die nächsten Medikamentenspenden – aber auch Spielzeuge, Süßigkeiten, Mal- und Bilderbücher – zu den Kindern gebracht. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann seine Spenden bei der Apothekerin Astrid Pfitzner in der St. Engelbert-Apotheke, Friedrichsstraße 4, abgeben. Victoria Liese: „Ich bin sehr gerührt, wenn ich höre, dass sogar ältere Menschen mit kleiner Rente 5 Euro spenden und sich freuen, den Kindern helfen zu können.“

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