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Brilons Bürgermeister blickt beim Neujahrsempfang auf 2017 zurück

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Von: Louisa Frese

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Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (Mitte) überreichte Gereon Fritz (li.) und Reinhard Sommer (re., jeweils mit ihren Ehefrauen) die Ehrenurkunde der Stadt Brilon. Foto: Frese
Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (Mitte) überreichte Gereon Fritz (li.) und Reinhard Sommer (re., jeweils mit ihren Ehefrauen) die Ehrenurkunde der Stadt Brilon. © Louisa Frese

Brilon. Das Kolpinghaus war am vergangenen Sonntag gut besucht, denn viele Bürger waren zum Neujahrsempfang der Stadt Brilon eingeladen. Darunter Mitglieder des Stadtrats, Ortsvorsteher, Vertreter der örtlichen Vereine, der Polizei und Feuerwehr sowie Einwohner, die sich im letzten Jahr in besonderem Maße ehrenamtlich engagiert haben.

Bürgermeister Dr. Christof Bartsch ließ in seiner Ansprache das vergangene Jahr 2017 Revue passieren und lieferte den Zuhörern einen Ausblick auf das kommende Jahr. Zuerst erwähnte er den Haushalt, denn auch für 2018 sei wieder ein Haushaltsüberschuss geplant. Das sei auch ein Ergebnis der sprudelnden Gewerbesteuer, was wieder einmal zeige, dass Brilon ein starker Wirtschaftsstandort ist. Besonders stolz sei er darauf, dass sich immer wieder junge Unternehmer in Brilon niederlassen und den Mut haben, eine eigene Firma zu gründen. Besonders wichtig sei auch die Kooperation mit den ansässigen Schulen, denn man müsse den Schülern zeigen, wie attraktiv die Stadt auch im Hinblick auf das spätere Berufsleben ist: „Denn die Schüler sind die Fachkräfte von morgen.“ Dafür müsse Brilon aber auch in Zukunft als attraktiver Ort für Unternehmen erhalten bleiben. Besonders die Gewährleistung der Bereitstellung von Gewerbeflächen sei hier hervorzuheben. Als Beispiel nannte er die Firma Briloner Leuchten, die im letzten Jahr bekannt gab, ihre Logistik in das Gewerbegebiet Meschede-Enste zu verlagern. Grund dafür seien nicht genug zur Verfügung gestellte Gewerbeflächen in Brilon. „Es kann nicht sein, dass wir einer solchen Firma nicht das bieten können, was sie wollen. Ein zweites Briloner Leuchten wollen wir nicht“, beschrieb der Bürgermeister die Lage und fügte an, dass er hoffe, dass die Verwaltung der Firma noch lange in Brilon bleibe.

Auch über geplante Finanzierungen der Stadt sprach Bartsch in diesem Rahmen. So sollen die Rad- und Wirtschaftswege weiter ausgebaut und weiter in die Schulen und in das Krankenhaus investiert werden. Das Krankenhaus bliebe somit auch zukünftig in kommunaler Hand: „Wir setzen hier Daseinsvorsorge vor Rendite, denn es kann nicht sein, dass eine Grundversorgung in Wohnortnähe nicht gewährleistet ist.“ Auch bei dem geplanten Stadthotel sprach er sich, trotz vieler Widerstände, für die Realisierung der Pläne aus. Zum Abschluss des Ausblickes auf das Jahr 2018 betonte er, dass man nie aus dem Blick verlieren dürfe, dass „all das was wir heute tun, im Kontext mit nachfolgenden Generationen stehen muss.“ Er betonte mehrfach, dass der Gemeinsinn im Vordergrund stehen müsse.

Im Anschluss wurden die Ehrenamtskarten an die Bürger verliehen, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagiert haben. Dazu gehörten die Mitglieder der Partnerschaftsvereinigung. „Europa wird nur gelingen, wenn wir uns an der Basis engagieren“, betonte Bartsch. Begegnungen und Austausch müssen ermöglicht werden, denn „Europa muss erlebt werden.“ Besonders gewürdigt wurden Reinhard Sommer und Gereon Fritz, die sich beide seit vielen Jahren für die Partnerschaft mit Frankreich einsetzen. Sie bekamen die Ehrenurkunde der Stadt Brilon.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Männerchor 1868 Brilon unter der Leitung von Hans-Joachim Senft. Der Chor feiert dieses Jahr sein 150. Jubiläum.

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