Die Bürgermeinung im Blick

Gespräche mit Bürgern in der Dialogbox wünschen sich Ludger Böddecker, Irene Lücke, Wolfgang Kleineberg (sitzend) sowie Ferdi Wiegelmann, Christof Bartsch und Siegfried Gründer. Foto: Anna Sartorius

Die lange Reise, häufige Nutzung und viele Gespräche sieht man ihr an: Ein wenig abgeblättert ist der Putz der SPD-Dialogbox direkt neben dem Briloner Rathaus. Doch von Abnutzung ist innen keine Rede mehr. Ein Fernseher lädt zum Informieren (es läuft: 150 Jahre SPD), Hocker (drei, rot natürlich) zum Verweilen und Platz für Gespräche (intensive erhofft).

Mit dieser Box möchten die SPDler vor Ort Betroffene zu Beteiligten machen. Sie dient als Sprachrohr zwischen Bürgern und heimischen Politikern. Fünf Monate sind drei Boxen in ganz Deutschland auf Tour, noch bis zur Bundestagswahl im September. Aus Kassel kam sie nach Brilon, dann geht ihr Weg unter anderem weiter über Marburg nach Bielefeld, um schließlich in Kiel ihr Ziel zu erreichen. „Die guten Kontake von Dirk Wiese zum Willy-Brandt-Haus machten es möglich, dass eine Box auch in einer kleinen Stadt wie Brilon Halt macht“, so Ludger Böddecker, Erster Stellvertretender Bürgermeister. „Wir sind froh, dass das geklappt hat.“

Auch Bundestagskandidat Dirk Wiese wird an der Briloner Dialogbox zu Gast sein, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Insbesondere soll es um Themenfelder wie Gesundheit und demografischer Wandel gehen. Soziale Gerechtigkeit spiele natürlich auch eine wichtige Rolle, hier werde sich mit Partnern wie der Caritas, der Lebenshilfe oder der AWO ausgetauscht. Perspektivische Politik soll so ermöglicht werden, „um zu verhindern, dass das Kind erst in den Brunnen fällt“, wie Ferdi Wiegelmann, Landtagskandidat der HSK SPD, betont.

Ziel ist, die Meinungen und Anregungen der Bürger miteinfließen zu lassen in das Kommunalwahlprogramm. Damit es innerhalb der SPD ist wie in der Box: Der Putz blättert nicht ab.

Das Programm der Dialogbox in Brilon ist unter http://www.hsk-spd.de/index.php?nr=54206&menu=1 nachzulesen. (Von Anna Sartorius, a.sartorius@sauerlandkurier.de)

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