Ein Vierkampf als Duell

Dr. Christof Bartsch wird in Brilon deutlich im Amt bestätigt

Besonders erfreut zeigte sich der alte und neue Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (3.v.l.) darüber, dass er bereits den ersten Wahlgang für sich entscheiden konnte.
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Besonders erfreut zeigte sich der alte und neue Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (3.v.l.) darüber, dass er bereits den ersten Wahlgang für sich entscheiden konnte.

Brilon – Mit Spannung erwartet wurden die Ergebnisse der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag in Brilon, gab es doch insgesamt gleich drei Herausforderer, denen sich Amtsinhaber Dr. Christof Bartsch von der SPD – am Ende erfolgreich – stellen musste. Aussichtsreichster Gegenkandidat war hier sicherlich Niklas Frigger von der CDU, während Frauke Müthing (BBL) und Einzelbewerberin Karin Schreckenberg im Vorfeld doch eher Außenseiterchancen eingeräumt wurden.

In diesem Punkt zumindest deckte sich das tatsächliche Resultat mit den Prognosen: Frauke Müthing kam auf 5,13 Prozent der Stimmen, Karin Schreckenberg auf 5,12 Prozent. Beide Frauen zeigten sich jedoch nicht gänzlich unzufrieden. Während Karin Schreckenberg vor allem darauf verwies, als Einzelkandidatin „andere Ressourcen zur Verfügung gehabt zu haben als die großen Parteien“ und immer darauf gehofft zu haben, vor allem „andere animieren zu können, bei künftigen Wahlen anzutreten“, freute sich Frauke Müthing über die 6,36 Prozent ihrer Partei im Stadtrat. „Die Wahl hat gezeigt, dass wir als BBL gut aufgestellt sind. Dadurch, dass wir direkte Konkurrenz mit den Grünen haben, haben wir gut abgeschnitten. Das zeigt, dass sich die Arbeit in den letzten Wochen gelohnt hat und wir inhaltlich und sachlich sehr gute Arbeit geleistet haben. Die BBL-Fraktion kann jetzt richtig durchstarten“, so Müthing.

CDU-Kandidat Niklas Frigger (2.v.l.) zeigte sich mit Ergebnis seiner Partei zufrieden, aber persönlich enttäuscht davon, dass er eine mögliche Stichwahl im Kampf um das Bürgermeisteramt doch recht deutlich verfehlte.

Auch Niklas Frigger musste am Ende doch unerwartet deutlich Amtsinhaber Dr. Christof Bartsch den Vortritt lassen. Der CDU-Kandidat versuchte, das Ergebnis von 34,1 Prozent noch am Wahlabend einzuordnen: „Wir hatten immer realistische Erwartungen an diese Wahl und wussten, dass es schwer wird. Natürlich bin ich enttäuscht, dass es keine Stichwahl geben wird, aber insgesamt hat die CDU ein gutes Ergebnis erzielt. Das wird in den nächsten fünf Jahren den Anspruch an unsere Arbeit bilden.“

Denn im Stadtrat bleiben die Christdemokraten stärkste Kraft (44,99 Prozent), es folgen die SPD mit Bürgermeister Bartsch (35,06 Prozent), die Grünen (6,59 Prozent), die BBL (6,36 Prozent), die FDP (4,33 Prozent), Die Linke (2,07 Prozent) und die FWG (0,61 Prozent).

Als Wahlsieger des Abends durfte sich indes Amtsinhaber Dr. Christof Bartsch fühlen, der letztlich deutlich mit 55,7 Prozent der Stimmen vorne lag und sich angesichts seiner Wiederwahl naturgemäß hocherfreut zeigte, zumal die SPD in vielen Kommunen im HSK doch teils herbe Dämpfer zu verkraften hatte: „Ich bin mit dem Wahlausgang sehr zufrieden und freue mich dass ich, wie bereits vor sechs Jahren, schon den ersten Wahlgang für mich entscheiden konnte. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

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