Museum Haus Hövener zeigt besonders Exponat

Dank Förderung: Älteste Luther-Bibel wird restauriert

Museum Haus Hövener Brilon  Jutta und Engelbert Rakoniewski Stiftung
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Harry Rudolph und Egelbert Rakoniewski (mit dem Bild der Künstlerin Jutta Rakoniewsk)i haben mit Museumsleiter Carsten Schlömer die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Stiftungen auch für die Zukunft vereinbart.

Durch eine großzügige Spende an die Briloner Museumsstiftung durch die Jutta und Engelbert Rakoniewski-Stiftung, ist es nun möglich die älteste im Museumsbesitz befindliche Luther-Bibel (1650-1670) fachmännisch zu restaurieren und der Nachwelt zu erhalten.

Brilon – 2020 eröffneten die Briloner Museumsstiftung und die Jutta und Egelbert Rakoniewski-Stiftung die erste gemeinsame Sonderausstellung der Künstlerin Jutta Rakoniewski. Damit begann eine enge und auch weiter fortgeführte Zusammenarbeit zwischen dem Haus Hövener und einer kulturellen Stiftung im Sauerland.

Mit Kunstwerken Gutes tun

Der Erfolg spricht für sich. Die Werke der leider im Juli 2019 verstorbenen Winterberger Künstlerin waren Anziehungspunkt für zahlreiche Gäste. Das, was die im modernen Stil gemalten Kunstwerke auf der Leinwand widerspiegeln, traf den Nerv so manchen Kunstkenners und im Laufe der Zeit fanden mehr und mehr Bilder einen neuen Platz mit entsprechender Wertschätzung.

Der Erlös aus diesen Verkäufen ging komplett an die Jutta und Egelbert Rakoniewski-Stiftung, die mit ihren Stiftungsschwerpunkt Kinder- und Medizinische Hilfe im In- und Ausland unterstützt. „Sei es Ärzte für Afrika oder ein Schulprojekt in Afrika, das Kinderhospiz in Olpe, ein Reiterhof, auf dem heilpädagogisches Reiten für Kinder mit Handicap durchgeführt werden, oder wie letztens die Unterstützung bedürftiger Familien in Arnsberg“, erklärt Egelbert Rakoniewski, der mit Harry Rudolph und Roland Herholz den Stiftungsvorstand bildet: „Wir hoffen noch viele weitere Bilder verkaufen zu können.“ Das unterstreicht auch Harry Rudolph: „Wir sind der Meinung, dass es wichtig ist mit unserer Stiftung national und international zu helfen und zu unterstützen.“ Dazu ergänzt Museumsleiter Carsten Schlömer: „Elend ist überall zu finden, deshalb halte auch ich es für so wichtig, überall helfend präsent zu sein.“

Dazu gab er die Zusage, auch weiterhin Sonderausstellungen und Thementage im Briloner Heimatmuseum Haus Hövener zu etablieren.

Vielleicht ist es ja ein Zeichen, dass sowohl die Stifterin des Briloner Heimatmuseums, Wilhelmine Hövener als auch Stiftungsgründerin Jutta Rakoniewski am selben Tag, den 13. September, ihren Geburtstag hatten. Zwei starke Frauen, die zu ihren Lebzeiten und weit darüber hinaus Gutes für die Nachwelt erbringen. Als Dank für die Unterstützung und Kooperation gab es aus den Händen von Egelbert Rakoniewski und Harry Rudolph eine Förderung in Höhe von 1000 Euro an das Briloner Heimatmuseum Haus Hövener. „Das Geld wollen wir in die Bildung und Geschichte investieren“, so Carsten Schlömer: „So kann das restaurierte Buch der Luther-Bibel für die nächsten Generationen einen Meilenstein in der Geschichte abbilden.“

Weitere Kooperation

Zur weiteren Kooperation führte der Geschichtswissenschaftler an: „Man sieht wie sich zwei Stiftungen gegenseitig befruchten und etwas weiter geben. Und das nicht für den Eigennutz, sondern um für andere unterstützend da zu sein. Die restaurierte Bibel wird der Öffentlichkeit in der Weihnachtszeit vorgestellt. Für das Jahr 2022 haben wir Sonderausstellungen mit den Gemälden in unser Programm aufgenommen.“

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