"Das Gedächtnis des Ortes"

Heinz Meyer, Marc Reermann, Archivar Willi Mester, Maria Körling und Reinhard Bange (von links) haben viel Zeit ins Dorf- und Heimatmuseum investiert. Foto: Manuel Bracht

Mit einer Fülle neuer Exponate will die Dorfgemeinschaft Altenbüren bald ihr Dorf- und Heimatmuseum wiedereröffnen. im vergangenen Jahr ist das Museum in der ehemaligen Volksschule renoviert und vergrößert worden. Die Erforschung und Bewahrung der Dorfgeschichte haben sich die Ehrenamtlichen zum Ziel gesetzt.

Dorfchronist Willi Mester war eigentlich "nur" mit der Chronik zum 125-jährigen Bestehen des Schützenvereins befasst, als seine "Sammlung überquoll". Fünf bis sechs Jahre habe man sich intensiv um Räumlichkeiten für das Dorfarchiv bemüht. Schließlich stellte die Stadt Brilon die ehemalige Volksschule zur Verfügung. Im November 2003 fand die offizielle Eröffnung statt, die Ausstellung verteilte sich noch über zwei Etagen. "Auf 'mal war's kein Archiv mehr, da war's ein Museum," erinnert sich Mester.

Exponate jetzt auf einer Ebene

Neun Jahre danach ist das gesamte Museum nun auf einer Ebene zu finden. Viele Exponate stammen aus dem Hause Tüllmann, welches einst an der Hauptkreuzung im Dorf stand. Stifterin Theresia Tüllmann hatte keine Erben. So darf das Museum ihre Möbel aus dem 18. Jahrhundert sein Eigen nennen. Darunter die komplette Einrichtung von Wohn- und Schlafzimmer. Bevor diese aber ihren Platz im Museum gefunden hatten, waren viele fleißige Helfer aus dem Dorf zur Stelle. Die Gegenstände wurden zum Teil in Ställen zwischengelagert und dann restauriert. "Das waren unsere rüstigen Rentner," freut sich Ortsvorsteher Heinz Meyer.

Eine andere Abteilung im Dorf- und Heimatmuseum dokumentiert die Geschichte Altenbürens in Bildform. "Wir haben 3500 alte Fotos aus dem Dorf archiviert. Das älteste darunter ist 130 Jahre," so Marc Reermann vom Museumsteam. Im Sinne einer nachhaltigen Archivierung sei es wichtig, diese Stücke auch zu sortieren und zu gliedern.

Auch wenn das Museum mittlerweile gut gefüllt ist - Archivar Mester: "Jetzt ist aber der Endstand erreicht" - gab es zuvor manche schwere Suche.

Welche Probleme es gab, lesen Sie auf fl Seite 9

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