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Den lokalen Einzelhandel zu stärken ist im Lockdown wichtiger denn je  

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Von: Kristin Sens

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Handel lokal Lockdown Corona
Den lokalen Handel trotz Lockdown unterstützen, ist möglich: Wer nicht einen eigenen Onlineshop hat, bietet in der Regel zumindest telefonische Beratung sowie Abhol- und/oder Lieferservice. © Felix Kästle/dpa

Geahnt haben es die meisten – als der konkrete Termin feststand, waren dann doch viele überrascht. Am Mittwoch trat der zunächst bis zum 10. Januar geltende verschärfte Lockdown in Kraft. Der SauerlandKurier hat sich umgehört, wie die Einzelhändler mit der erneuten Schließung umgehen.

Meschede/Olsberg/Brilon/Marsberg – Viele Händler haben schnell reagiert und die Öffnungszeiten an den letzten beiden Tagen vor Lockdown-Beginn deutlich ausgeweitet. Man habe aus den Erfahrungen des ersten Lockdowns gelernt, dass Präsenz und Erreichbarkeit das „A und O“ sind und dass die Kommunikation mit den Kunden am besten über die sozialen Medien (Facebook, Instagram, WhatsApp sowie E-Mail) funktioniert, berichtet Stefan Scharfenbaum Vorsitzender von „Prima Brilon“.

Kontakt zu den Kunden halten

Wer nicht einen eigenen Onlineshop hat, bietet in der Regel zumindest telefonische Beratung sowie Abhol- und/oder Lieferservice. Kunden können die Geschäfte häufig auch außerhalb der gängigen Öffnungszeiten kontaktieren. Manche Läden gestalten in ihren Schaufenstern besondere Geschenke-Ausstellungen.

Die Werbegemeinschaften und Wirtschaftsförderer aller Kommunen und des HSK versorgen den lokalen Einzelhandel mit Informationen zum Lockdown und zu Fördermitteln auf ihren Internetseiten, in ihren Newslettern oder per E-Mail. Denn wer was darf – und wer welche Hilfe erhalten kann, ist unübersichtlich und kompliziert, weiß Elisabeth Nieder von der Wirtschaftsförderung Olsberg.

Die Werbegemeinschaft „Meschede aktiv“ hat ihre im November gestartete Aktion „Heimat-Shopper-Sammelkarte“ angepasst: Geschäfte dürfen ihren Kunden vollständig beklebte Sammelkarten ausgeben, damit diese an einer Verlosung am 21. Dezember teilnehmen können. Die „Mescheder GutscheinKarte“ kann auch online ausgedruckt werden. Obendrein wurde eine Spendenaktion für die Kneipen initiiert. Das Stadtmarketing sammelt zudem alle Angebote und Aktionen der Einzelhändler und Gastronomen und stellt die Informationen auf der Homepage bereit.

Wir beraten derzeit, was wir nach dem Lockdown machen können.

Stefan Scharfenbaum

Für außergewöhnliche Aktivitäten gibt es im Lockdown kaum Spielraum. „Uns allen sind die Hände gebunden“, bedauert Brilons Wirtschaftsförderer Oliver Dülme. „Wir beraten derzeit, was wir nach dem Lockdown machen können“, berichtet Scharfenbaum. So gebe es zum Beispiel Überlegungen, das Weihnachtsspiel nach Beendigung des Lockdowns zu verlängern.

In Olsberg hat man bereits reagiert und den Abgabezeitraum der Sammelkarten für die Weihnachtsverlosung bis zum 11. Januar verlängert. Vollständige Karten können in eine Sammeltonne eingeworfen werden. Die Gewinnziehung wird verschoben. Auch die Fachwelt Olsberg hat auf ihrer Homepage eine Übersicht zusammengestellt, welche Einzelhändler welche Dienste anbieten und wie sie zu erreichen sind.

Auf der Homepage des Stadtmarketing Marsberg findet sich ein Link zum Liefer- und Abholservice der Gastronomie sowie zu den Gutschein-Portalen, welche die Volksbank und die Sparkasse initiiert haben. Hier können Geschäfte online Gutscheine anbieten und Kunden diese auf dem gleichen Weg kaufen. Eine Aufstellung von Servicediensten der Einzelhändler ist in Arbeit und soll nach dem Wochenende zur Verfügung stehen, sagt David Wegener vom Gewerbeverein.

Die Wirtschaftsförderung HSK hat in den sozialen Medien dazu aufgerufen, beim Einzelhandel vor Ort zu bestellen. berichtet Geschäftsführer Frank Linnekugel.

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