„Bionik – Natur macht erfinderisch“

Die Ameise: Insekt der Rekorde - Teilnehmer des Geburtstags-Kreativwettbewerbs werden geehrt

Kreativwettbewerb Brilon Ameise Kurpark
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Strahlende Gesichter: (v.l.) OGS-Betreuerin Maria Kaeseler, Friedel Schumacher (Brilon Natürlich) und Apollonia Held-Wiese (Haus Hövener) bewunderten die kreativen Ideen von Miran, Sarah, Sophia, Leonora, Jette, Mia-Sophie, Leona und Frederick.

Die Riesenameise im Kurpark hat Geburtstag: Brilon Natürlich nahm dies zum Anlass, gemeinsam mit dem Museum Haus Hövener, während der Sommerferien einen Kreativwettbewerb auszuschreiben unter dem Thema: „Bionik – Natur macht erfinderisch“. Die Ehrung der jungen Künstler erfolgte nun im Kurpark, unter dem aufmerksamen Blick der Riesenameise.

Brilon – 2005 schuf der Madfelder Künstler Boris Sprenger die Ameisen-Skulptur, anlässlich einer Aktion zum „Zehnjährigen“ von Brilon Natürlich. Ein Jahr später, also genau vor 15 Jahren, zog sie in den Kurpark um. Die Ameise, Inbegriff von Nachhaltigkeit und biologischen Techniken, von denen der Mensch sich vieles abschauen kann (Bionik), wurde sozusagen zum Maskottchen des Briloner Netzwerks.

15 Kinder aus dem Ferienprogramm der Engelbert-OGS beschäftigten sich mit ihrer Betreuerin Maria Kaeseler intensiv mit diesem Thema – und brachten ihre Ideen dann mit Buntstiften zu Papier. Besonders beeindruckt hatte die Sechs- bis Neunjährigen offensichtlich die Libelle, welche als technische Blaupause für den Hubschrauber diente.

Inbegriff von Nachhaltigkeit

Drei weitere Kinder nahmen an dem Wettbewerb teil: Der siebenjährige Frederick recherchierte gründlich zum Thema Klette und Klettverschluss und präsentierte seine Erkenntnisse dann auf einem großen Plakat. Die achtjährige Jette setzte gleich drei Beispiele für Bionik künstlerisch in einem Karton um: Die Spinne als Meisterin der Netztechnik, die Klette als Idee für den Klettverschluss und die Samenkapsel des Mohns als Inspiration für den Salzstreuer. Die achtjährige Mia-Sophie malte der Ameise einen bunt bebilderten Glückwunsch-Brief. Da alle Kinder sich so viel Mühe gegeben hatten und der Kreis der Wettbewerbs-Teilnehmer überschaubar war, bekam jedes Kind ein Buch-Geschenk: „Auf Entdeckungstour im Wald“ wird den Kindern sicher viele neue Anregungen für kreative Ideen geben.

Dass die Ameise nicht ohne Grund im Kurpark ein „Denkmal“ hat, erklärte Friedel Schumacher, Brilon Natürlich, den Kindern anhand beeindruckender Fakten. Dass die winzigen Tiere das Zehnfache ihres Körpergewichts tragen können, mag noch vielen bekannt sein. Aber dass sie, als Gesundheitspolizei des Waldes, auch Borkenkäfern zu Leibe rückt, sich gegen die Sonne mit einer Wachsschicht schützt und sogar CO2 binden und einlagern kann, das wissen sicher nur die Wenigsten.

Zehn Billiarden Ameisen gebe es weltweit – interessanterweise würden sie zusammen genauso viel wie die knapp acht Milliarden Menschen auf der Erde wiegen, so Schumacher. Die Ameise ist ohne Frage ein Insekt der Rekorde.

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