"Die Mannschaft ist gereift"

Einen einstelligen Tabellenplatz hatten die Verantwortlichen des TuS Antfeld vor der Saison als Ziel ausgegeben. Mit Platz 3 zur Winterpause wurden die Vorgaben deutlich übertroffen; nun gilt es, sich so lange wie möglich oben festzusetzen.

Manch ein neutraler Beobachter mag vor Beginn der Saison nicht schlecht gestaunt haben, als Antfelds Trainer Detlef Franz für die kommende Spielzeit einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgab. Schließlich hatte seine Truppe doch gerade erst am letzten Spieltag der Vorsaison hauchdünn den Absturz in die B-Liga vermieden. Doch schon im Rahmen unseres Fußballkuriers während der Sommerpause war sich der Übungsleiter sicher: "Insbesondere die vielen jungen Spieler haben in der letzten Zeit einiges an Erfahrung sammeln können, die uns dieses Jahr mit Sicherheit weiterhilft."

Eigene Erwartungen übertroffen

Dass es für seinen TuS aber derartig gut laufen würde, damit hatte selbst der Coach nicht gerechnet: "Mit Platz 3 haben wir unsere Erwartungen eindeutig übertroffen. Es ist fast schon unheimlich, so weit oben in der Tabelle zu stehen." Obwohl sich auch der Trainer noch an den Anblick seines Teams in den oberen Gefilden gewöhnen muss, ein Zufall ist die hervorragende Platzierung sicherlich nicht; vielmehr die Konsequenz harter Arbeit. Wie bereits vor Saisonbeginn angekündigt ist die junge Mannschaft tatsächlich "gereift" und spielte in der Hinrunde vor allem ihre Trümpfe in der Offensive aus. Mit 46 erzielten Treffern ist man nach Scharfenberg die Torfabrik der Liga, hat zudem mit Kevin Schmitz den Top-Goalgetter in seinen Reihen. Auch mit Patrick Plonka im offensiven Mittelfeld und Marcel Fischer als Defensivstabilisator und Staubsauger vor der Abwehr auf der "6" war Franz in der Hinserie mehr als zufrieden. Nicht so gefallen hat dem Übungsleiter hingegen die Innenverteidigung seiner Mannschaft. Kernproblem sei hier, dass sich durch ständiges rochieren und personelle Umbesetzungen keine permanente Stabilität entwickeln konnte, so der Trainer. Zudem neige seine Elf ein wenig dazu, sich dem Niveau des Gegners anzupassen. "Gegen schwächere Mannschaften haben wir spielerisch lange nicht so überzeugt wie gegen die, die oben stehen", legt Franz den Finger in die Wunde. Den klaren Siegen gegen die stark eingeschätzten Teams aus Thülen (5:0) und Olsberg (6:0) stehen unnötige Punktverluste wie die Niederlage beim Tabellenzwölften SG Dreislar/Braunshausen (1:2) gegenüber. Auch die Niederlage gegen den unmittelbaren Konkurrenten FC Ass./Wie./Wu. ärgert Franz noch immer.

Tabellenplatz 5 ist das Ziel

Seit dem 22. Januar trainiert der TuS bereits wieder, um sich auf die Rückrunde optimal vorbereiten zu können. Dabei werden auch einige neue Trainingsmethoden ausprobiert, zu denen Detlef Franz genauer aber nichts sagen möchte. Konkret äußert er sich hingegen zur Zielsetzung für die Rückrunde: "Wir streben die Plätze für die europäische Qualifikation an", erklärt er schmunzelnd, um gleich anzufügen: "Tabellenplatz 5 ist das Ziel. Aber wir wollen die durchaus dünne Luft da oben so lange wie es geht genießen."

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