Kleiner Aufwand, große Wirkung

Egger-Mitarbeiter unterstützen Aktion „Deckel gegen Polio“

+
Die Egger-Mitarbeiter Doreen Romahn und Nikolas Krämer unterstützen die Initiative „Deckel gegen Polio“ am Standort Brilon.

Brilon. „Mitsammeln und Leben retten – jeder Deckel zählt“ – unter diesem Motto unterstützen Egger-Mitarbeiter am Standort Brilon die Initiative „Deckel gegen Polio“. Mit der Wiederverwertung von Kunststoffdeckeln durch Recyclingunternehmen können lebenswichtige Impfungen bezahlt werden.

Das Prinzip ist ganz einfach: Deckel von Plastikflaschen werden gesammelt, damit der Erlös anschließend einem sozialen Projekt zugutekommt. In Deutschland organisiert der Verein „Deckel drauf“ den Verkauf an entsprechende Recyclingunternehmen. Der eingesammelte Kunststoff wird zu 100 Prozent umweltgerecht wiederverwertet und der daraus entstandene Erlös zu 100 Prozent in Impfungen gegen Polio investiert.

Schließlich ist die Kinderlähmung, auch Poliomyelitis oder kurz Polio, „eine hoch ansteckende Krankheit, an der vor allem Kleinkinder, aber auch Erwachsene, erkranken. Das Virus verursacht Lähmungserscheinungen und Invalidisierungen, die Infektion kann auch Spätfolgen haben oder tödlich verlaufen. Polio ist unheilbar – aber mit einer Impfung kann ein lebenslanger Schutz vor Polio erreicht werden“, klärt der Verein „Deckel drauf“ auf.

"Jeder kann zu einem Lebensretter werden"

„Ich finde die Idee einfach klasse. Der Aufwand für jeden Einzelnen ist wirklich gering, der Ertrag hingegen ist in meinen Augen gar nicht wirklich darstellbar, denn so kann jeder zu einem Lebensretter werden. Mir geht es dabei mehr um das Schaffen eines neuen Bewusstseins, da minimale Änderungen im persönlichen Verhalten unfassbar positive Auswirkungen haben können“, erklärt Egger-Mitarbeiter Nikolas Krämer sein Engagement. Er hat die Aktion bei den Egger-Kollegen in Wismar mitbekommen und im vergangenen August am Standort in Brilon initiiert. Los ging es mit einer Box auf einem der Flure im Verwaltungsgebäude. Mittlerweile stehen 20 Boxen im gesamten Werk. Diese werden von der Hauspostbotin Doreen Romahn zur Sammelstelle gebracht, sobald sie voll sind. „Ich bin zufällig auf die Aktion aufmerksam geworden und war sofort begeistert. Also habe ich meine Hilfe angeboten und wir haben das gesamte Werk in Brilon mit Sammelbehältern und Informationen ausgestattet. Es freut mich immer wieder, wie gut das läuft und was wir bewirken können“, so Doreen Romahn.

Das hat auch die Egger-Kollegen schnell überzeugt: „Mit so einer positiven Resonanz und mit solch einem Enthusiasmus hätte ich niemals gerechnet. Umso schöner ist das Feedback der Mitarbeiter, die mich auch schon persönlich auf die Aktion angesprochen haben. Einmal hat mich über einen Arbeitskollegen sogar das Angebot eines Kindergartens in der Region erreicht, ob ich deren gesammelte Deckel mit zu einer Sammelstelle nehmen könnte. Darüber hinaus sammeln nun auch viele Kollegen zu Hause die Deckel und bringen diese dann mit zu Egger. Das ist genau die Art von Umdenken, die diese Aktion so schön macht“, fasst Nikolas Krämer zusammen.

Krämer innvestiert gerne ein paar Minuten seiner Pausenzeit, um die Deckel zu wiegen und neue Aufkleber mit dem aktuellen Stand der finanzierten Polio-Impfungen für die Kollegen anzufertigen: „Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig, um allen Helfern zu zeigen, dass jeder Einzelne geholfen hat. Einfach nur Danke!“

65.000 Deckel und damit 130 Impfungen sind es bis heute und die Egger-Mitarbeiter sammeln fleißig weiter.

Weitere Informationen zu der Aktion gibt es auch im Internet unter www.deckel-gegen-polio.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare