Erfolg trotz Turbulenzen

Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Becker (li.) verabschiedete Aufsichtsratsmitglied Josef Vogel (re.) nach 21-jähriger Mitarbeit im Aufsichtsrat.

Die Volksbank Thülen hat 2011 trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten erfolgreich abgeschlossen und ist mit viel Rückenwind in das "Internationale Jahr der Genossenschaften" 2012 gestartet.

Das kam in den Ausführungen von Vorstand und Aufsichtsrat bei der Generalversammlung zum Ausdruck.

Der Blick in die Jahresbilanz zeigt es schwarz auf weiß: Mit ihren 13 Beschäftigten hat die Volksbank Thülen 2011 einen Bilanzgewinn von rund 155.000 Euro erwirtschaftet. Daraus schüttet das Institut wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von fünf Prozent an seine 2.000 Mitglieder aus.

Satzungsgemäß scheidet Josef Vogel mit Ablauf der Wahlperiode aus dem Aufsichtsrat aus. Eine Wiederwahl war mit Erreichen der Altersgrenze nicht möglich. Für ihn rückt Michael Karte nach.

Vor den Beschlüssen hatte Bankvorstand Ferdinand Klink aktuelle wirtschafts- und finanzpolitische Themen aus 2011 (die Kreditversorgung der mittelständischen Wirtschaft, die Krise der Staatsfinanzen) in Erinnerung gerufen und die staatliche Regulierungswut sowie mangelnde demokratische Kontrolle beklagt. "Bei der Volksbank Thülen sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Direktiven eingegangen, die von keinem Parlament gebilligt wurden",so Klink.

Deutlich mehr Grund zur Freude hatte sein Vorstandskollege Bernd Einheuser bei seinen Aussagen zur Entwicklung der Volksbank Thülen im zurückliegenden Geschäftsjahr. "Mit der geschäftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2011 waren wir insgesamt zufrieden." So stieg die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent auf einen neuen Höchststand von 81,1 Millionen Euro. Das Gesamtkundenvolumen erhöhte sich auf 145,7 Millionen Euro.

Das Wachstum wurde insbesondere durch die Steigerung der Kundeneinlagen getragen. Die bilanziellen Kundeneinlagen wuchsen um 5,6 Prozent auf 51,9 Millionen Euro. Im Kreditgeschäft war dagegen ein Rückgang um 2,1 Prozent auf 46,3 Millionen Euro zu verzeichnen. Lebhafte Geschäfte vermeldete der Vorstand aus dem Geschäft mit den Verbundpartnern. Mit den Ertragszahlen zeigte sich Einheuser gleichfalls zufrieden. Weiter gewachsen ist auch die Eigenkapitaldecke.

Trotz Erwartung einer weiterhin nicht negativen konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung geht die Volksbank Thülen für die nächsten zwei Jahre von einem nur leicht steigenden Wachstum im Kundenkredit- und Einlagengeschäft aus.

"Wir sehen nicht alles schwarz"

"Wir schauen zwar nicht euphorisch in die Zukunft, sehen aber auch nicht alles schwarz. Sie können sicher sein, dass nicht nur wir vom Vorstand, sondern auch der Aufsichtsrat alle notwendigen Entscheidungen zum Wohle der Mitglieder und Kunden der Volksbank Thülen treffen werden", versprach Einheuser. Dazu soll auch das neu konzipierte Mitgliederprogramm "VR-Mitgliederbonus" beitragen, das ab 2013 eingesetzt werden soll.

Ehre, wem Ehre gebührt: Für 50-jährige Mitgliedschaft mit Urkunde und Weinpräsent geehrt wurden Paul Finger, Johannes Witteler, Josef Theodor Witteler und Reinhard Vogtland.

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