Mächtige Douglasien gefällt

Neue Stämme für Kyrilltor

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Maximilian Böddicker (von links) hat die nächste Douglasie zu Boden gebracht mit Unterstützung von Holzrücker Josef Probst, Revierförster Karl-Ludwig Oriwall, Haumeister Gerd Stechling und Forstamtsleiter Dr. Gerrit Bub.

Brilon. Der Briloner Bürgerwald soll nicht lange ohne sein Wahrzeichen – das Kyrilltor – bleiben. Im Oktober wurde das marode Monument aus Sicherheitsgründen abgebaut. Im Frühjahr soll es neu errichtet werden. Nach den intensiven Planungen sind heute morgen im Bibertal mächtige Douglasien dafür geschlagen worden.

Von Schneefall begleitet haben die Forstwirte des Briloner Forstbetriebes im Revier Dreis-Hammerkopf die 103 Jahre alten Bäume mit ihren Motorsägen unter teilweise schwierigen Umständen umgesägt. Mehrere der Bäume mussten mit Hilfe der Seilwinden des Rückeschleppers in die sichere Fallrichtung bugsiert werden. 

Diese vom Revierleiter Karl-Ludwig Oriwall ausgesuchten Stämme werden einen Teil des neuen Kyrilltores bilden. Da an die Stämme für das neue Kunstwerk besondere Ansprüche gestellt werden, kommen nur wenige Bäume dafür in Betracht. So werden auch aus dem Revier Scharfenberg-Altenbüren weitere Bäume, die vom dortigen Revierleiter Franz-Josef Schenuit bereits ausgesucht worden sind, im nächsten Schritt gefällt und beigesteuert.

 Das Mächtigste aus dem Stadtwald

 „Die Douglasie ist wetterfest und beständig“, erklärte Dr. Gerrit Bub, Leiter des Forstbetriebes, die Auswahl: „Die ausgewählten Bäume sind das Mächtigste, was der Briloner Stadtwald derzeit bietet. Sie sollen als neues Kyrill-Denkmal, welches massiver und sicherer als das erste Modell sein wird, Hoffnung und Zuversicht ausstrahlen, auch für die Stürme, die sicher noch kommen werden und denen unser neues Waldkonzept Bestand zeigen wird.“ 

Mit dem Fällen am heutigen Tag beginnt eine Kette von Arbeitsschritten bis zur Fertigstellung des neuen Monumentes. „Sobald es die Witterungsverhältnisse es zulassen, werden die mächtigen Stämme gerückt und an den Wegesrand gebracht,“ erklärte Förster Oriwall: „Im nächsten Schritt sollen diese rund 23 bis 26 Meter langen Stämme wegen der Überlänge mit Spezialtransportern mit Verkehrssicherung durch die Polizei zur Weiterverarbeitung direkt auf den Kyrillplatz in Petersborn gebracht werden. Diese Schritte müssen noch im Detail mit allen Beteiligten besprochen und koordiniert werden.“ Dr. Bub ergänzt: „Wenn alle Stämme vor Ort sind, werden sie mit Hilfe einer Spezialmaschine entrindet und für den Aufbau des neuen Kyrilltores vorbereitet.“

 Die Einweihung des wiederaufgebauten Tores ist für den 1. Mai – wie zur Einweihung des ersten Kyrilltores und des Bürgerwaldes vor neun Jahren – anvisiert.

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