Förderung für Waldbahnhof

Politiker und die Aktiven der Waldbahnhof Sauerland Brilon – Willingen GmbH & Co KG haben sich um Förderungen bemüht.

Der Bahnhof in Brilon-Wald soll bald wieder das Gesicht zur Schau tragen, wie er es zu Wilhelmischen Zeiten gezeigt hat. Möglich werden die Restaurierungsarbeiten und denkmalgerechten Instandsetzungen durch zwei Förderzusagen. Am vergangenen Mittwoch hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestage die Förderung des Bahnhofsgebäude in Brilon-Wald mit 250.000 Euro beschlossen, auch das Land NRW hat bereits 139.000 Euro Unterstützung zugesagt.

Sobald sie die Bewilligungen in den Händen halten, wollen die Aktiven der Waldbahnhof Sauerland Brilon – Willingen GmbH & Co KG mit den Arbeiten losgehen. „Damit die Leute sehen, es passiert was“, sagt Eckhard Lohmann, einer der Geschäftsführer. Anhand alter Fotos soll alles rekonstruiert werden, was vom Ursprungszustand der Wilhelminischen Zeit wieder hergestellt werden kann. Wie Eckhard Lohmann auf Anfrage des SauerlandKurier erklärte, gehören dazu die Rekonstruktion der historischen Fenster und Türen, die Erneuerung des Anstrichs, die Aufarbeitung der Sandstein-Werkstücke wie die großen Kugeln vor dem Portal sowie der Sandstein-Fassaden-Elemente und des Daches. Auch die Innenerneuerung steht auf der Agenda. „Die denkmalwürdige Bausubstanz wird restauriert und ergänzt, damit die Symmetrie und gestalterische Wirkung wieder zum Tragen kommt“, so Lohmann. Und noch eine Neuigkeit hat er zu verkünden: Der Kaufvertrag mit der Stadt Brilon wurde am 28. Mai unterschrieben. „Jetzt sind wir, die Waldbahnhof Sauerland Brilon – Willingen GmbH & Co KG, die Besitzer.“ Die Gesellschafter hatten die beiden Förderanträge – auf Landes- und Bundesmittel – gestellt. Unterstützt wurden diese vom heimischen Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff und von MdB Patrick Sensburg. „Ich bin froh und erleichtert, dass wir angesichts der harten Konkurrenz um Fördermittel den Haushaltsausschuss vom Projekt in Brilon überzeugen konnten“, so Sensburg in einer Pressemitteilung. Dazu sei gerade mit Blick auf die begrenzten Mittel in Berlin viel Überzeugungsarbeit notwendig gewesen. Insgesamt hatten sich 424 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet um eine Förderung durch das so genannte „Denkmalschutz Sonderprogramm IV“ beworben. 217 Anträge wurden nun für eine Förderung ausgewählt, die einen Gesamtumfang von 29,5 Millionen Euro hat. Des Weiteren beliebt der Waldbahnhof ein Projekt der Regionale 2013.

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