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Geht der Deutsche Schulpreis 2022 ins Sauerland?

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Von: Silke Nieder, Stefanie Schümmer

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Deutscher Schulpreis 2022 Mit einer Delegation reisten Schulleiterin Anja Strube und Bürgermeister Dr. Christof Bartsch zu der Preisverleihung des Deutschen Schulpreises nach Berlin.
Mit einer Delegation reisten Schulleiterin Anja Strube und Bürgermeister Dr. Christof Bartsch zu der Preisverleihung des Deutschen Schulpreises nach Berlin. © Max Lautenschläger/Robert-Bosch-Stiftung

Gebanntes Warten, erwartungsvolle Gesichter, gedrückte Daumen: Die Briloner Heinrich-Lübke-Schule stand am Mittwoch im großen Finale des Deutschen Schulpreises 2022.

Brilon  – Im Mai hatte sich die Sekundarschule bereits gegen 81 Mitbewerber durchgesetzt.

Als eine von 15 Schulen durfte sie nun an der Preisverleihung in Berlin teilnehmen.

„Das war der erste Versuch“

„Das war der erste Versuch“, schilderte Lars Waßmann stolz, als zeitgleich am Standort Zur Jakobuslinde ein Schulfest mit Live-Übertragung stattfand. Kurz vor 14 Uhr stand der Sieger fest: Das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz in Waren (Mecklenburg-Vorpommern) gewinnt den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2022. Die Briloner Sekundarschule landet in der Liga der Plätze sechs bis 15, geht aber auch nicht leer aus und erhält immerhin ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro.

Der stellvertretende Schulleiter der Sekundarschule sieht die Platzierung positiv. „Mehrere Schulen haben sich bereits bis zu sechs Mal beworben, um einen Preis zu erhalten. Aus dem Stand heraus nominiert zu sein, ist schon grandios.“ Und damit zählt die Heinrich-Lübke-Schule zu den besten Schulen Deutschlands.

Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes überreichte Pokale

Bundeskanzler Olaf Scholz sollte eigentlich die Gewinner im Berliner Ewerk verkünden. Aufgrund seiner Corona-Erkrankung wurde er von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger vertreten. Die Pokale überreichten unter anderem Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes, Moderator Philip Häusser sowie die paralympische Athletin Denise Schindler.

Zwei Tage nach der Preisverleihung zeigt sich Schulleiterin Anja Strube, die mit einer Delegation nach Berlin gefahren ist, immer noch beeindruckt: „Wir erlebten eine sehr respektvolle, anerkennende und wertschätzende Atmosphäre. Und wir sind dankbar und absolut stolz und glücklich mit dem Ausgang.“ Auch sei es sehr interessant gewesen, zu erfahren, was innovative Schulen leisten können.

So lebendig und bunt wie in Berlin ging es auch in Brilon zu. Während die Tanzschule Dominic Hoff aus Willingen und Robotman Oliver Kessler aus Alme das Programm am Schulstandort begleiteten, boten die Schüler der Jahrgänge acht und zehn verschiedene kulinarische Köstlichkeiten wie Zuckerwatte, Popcorn, Waffeln und herkömmliche sowie vegane Bratwürstchen an.

Vielfalt, Hilfsbereitschaft, Inklusion, Solidarität, Akzeptanz und Respekt

Auch diverse Spielarten wie Seilspringen, Mikado oder ein Bettlaken-Plakat hatten sie für die Unterstufen vorbereitet. Selbständigkeit wird an der „Schule ohne Rassismus mit Courage“ großgeschrieben. Die Begriffe Vielfalt, Hilfsbereitschaft, Inklusion, Solidarität, Akzeptanz und Respekt stehen auf dem Bettlaken. „Das wird hier gelebt“, schildert die dreizehnjährige Leela. Sie besucht die achte Klasse am Steinweg und möchte demnächst ihr Abitur nebenan im Gymnasium Petrinum machen. Im Fach „Klassenrat“ haben die Schüler aus den Oberstufen am Steinweg die Spiele und die Köstlichkeiten für diesen besonderen Tag geplant. Leela und ihren Schulkameradinnen Annika und Saskia gefällt das Konzept mit den frei wählbaren Niveaustufen.

„Die Schülerinnen und Schüler haben sich über die Aufmerksamkeit gefreut, dass sie unser Konzept des differenzierten Lernens der Jury erläutern konnten“, schilderte Waßmann hinsichtlich der Vorauswahl.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“

Die Preisverleihung sei für das Kollegium eine Belohnung ihrer Arbeit. Aber insbesondere gehe es um die Schüler: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Schülerinnen und Schüler sind selbständiges Arbeiten gewohnt und können zwischen unterschiedlichen Niveaustufen wählen.“ Und diese Individualisierung mit unterschiedlichen, frei wählbaren Niveaustufen trägt dazu bei, dass die sie gerne zu „ihrer“ Schule gehen und stolz sind, zu den Gewinnern zu gehören.

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