Kira Böddicker aus Scharfenberg ist Brilons neue Waldfee

Gelüftetes Geheimnis

Die Gartenzwerge sorgten am Sonntag trotz des schlechten Wetters für Stimmung. Fotos: Manfred Eigner

Wenn das die Scharfenberger gewusst hätten, dann wäre das Besenbinderdorf sicherlich wie leergefegt gewesen. Stammt doch die neue Briloner Waldfee Kira Böddicker aus diesem Briloner Ortsteil. Ein Riesenjubel wurde ihr auf alle Fälle von den zahlreichen Schaulustigen zu Teil, als sie am vergangenen Sonntag im Rahmen von „Brilon blüht auf“ in ihrem zauberhaften Feenkostüm auf der Rathaustreppe erschien.

Mit der Rückendeckung ihrer beiden Vorgängerinnen die mit ihr auf dem Rathausportal standen sowie allen anderen ehemaligen Waldfeen, die sie jubelnd unten im Publikum feierten, nahm die Zwanzigjährige aus den Händen von Bürgermeister Dr. Christof Bartsch den Feenstab entgegen.

Mit diesem äußeren Zeichen und dem Eintrag in das goldene Buch der Stadt beginnt nun für sie ein spannendes Jahr. Die Auszubildende zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Briloner Krankenhaus möchte nach der Ausbildung Medizin studieren. Mit ihrer herzlichen Art und dem zauberhaften Lachen wird sie nicht nur die Briloner sondern auch ganz sicher die Gäste bei ihren zahlreichen Auftritten, auf denen sie die Stadt des Waldes repräsentieren wird, begeistern.

„Ich bin total aufgeregt und das Gefühl ist unbeschreiblich,“ erklärt sie mit einem Strahlen im Gesicht, als sie sich im goldenen Buch verewigt: „In mir wirbelt gerade alles durcheinander, aber ich freue mich riesig auf das, was jetzt in meinem Feenjahr so alles auf mich zu kommt.“ Gemeinsam mit dem Bürgermeister zog sie dann durch die Briloner Innenstadt: Gut „beschirmt“ – denn zum Briloner Frühlingsfest regnete es mit Sauerländer Beständigkeit. Auch wenn es nicht so viele waren, als wenn die Frühlingssonne geschienen hätte, fand sich doch eine stattliche Zahl von Besuchern zur Feenproklamation und anschließendem Bummeln durch die österlich geschmückten Geschäfte und Handwerksfirmen ein.

So manches Ostergeschenk oder Osteroutfit war in den Einkaufstaschen zu vermuten. Und weil am Wetter nun mal nichts zu ändern ist, kam man nicht nur in den Geschäften oder auf dem Ostermarkt im Volksbankcenter ins Gespräch. Vielmehr standen überall in der Fußgängerzone Gruppen von bunten Schirmen beieinander, unter denen gute Laune zu hören war.

Die drei Gartenzwerge hatten so manches Opfer gefunden und ihr Gesang trug kräftig zur guten Stimmung bei. Eine gelungene Mischung aus verschiedenen Musikrichtungen bot unter dem Rathausbogen das Trio „Janina“ und die wärmende Suppe aus dem Museumsgarten war ein probates Mittel gegen die Wetterkapriolen des dennoch mal wieder gelungenen Briloner Frühlingsfestes.

Weitere Fotos gibt es im Album „Brilon“ in der Bildergalerie auf www.sauerlandkurier.de. Mehr über die Waldfee gibt es auf www.briloner-waldfee.de

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