150 Fichten für den Nachwuchs

Generationenwald um "Wald der Wünsche" erweitert

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Die Kinder der Engelbertschule freuten sich darauf, dass sie die 50 Waldwünsche in Form von Fichten im Generationenwald in Brilon pflanzen durften. Waldfee Marie Becker hatte auf dem Pflanzfest ihren letzten Auftritt als Brilons Symbolfigur.

Brilon/Gudenhagen-Petersborn. „Man kann den Wald mit der Nase riechen“, sangen die Kinder des Waldkindergartens beim Pflanzfest des Krankenhauses Maria-Hilf im Generationenwald. Damit es auch in Zukunft weiter im Wald duftet, haben Eltern für ihre Neugeborenen anschließend Fichten im Waldstück am Waldfeenplatz in Gudenhagen-Petersborn angepflanzt. Außerdem wurden Bäume der Aktion „Wunschwald“ eingepflanzt.

„Wer hier geboren ist, soll immer mit Brilon verwurzelt sein“, sagte Bürgermeister Dr. Christof Bartsch in seiner Eröffnungsansprache über die nun schon zum fünften Mal stattfindende Aktion.

„Ich freue mich, dass es diese tolle Idee des Generationenwaldes hier gibt“, berichtete Margit Schmaus, Geschäftsführerin des Krankenhauses Maria-Hilf, und freute sich zusammen mit Dr. Thomas Laker über eines der geburtenreichsten Jahre in der Geschichte des Krankenhauses. Mehr als 600 Geburten gab es im vergangenen Jahr in Brilon.

Ausgerüstet mit Schüppen hatten sich am vergangenen Mittwoch unzählige Eltern mit ihren kleinen Kindern auf den Weg zum Waldfeenplatz in der Nähe von Gudenhagen-Petersborn gemacht. Mit der Aktion können sie ihre Verbundenheit mit der Region symbolisch zeigen und gleichzeitig für die Nachhaltigkeit des Waldes sorgen. Insgesamt wurden knapp 100 Bäume angepflanzt.

Originelle und kreative Wünsche

Das Fest wurde zunächst musikalisch von den Jagdhornbläsern Brilon eröffnet. Für leuchtende Augen bei den Kleinen sorgte Waldfee Marie Becker. „Ich finde es schön, dass so viele Kinder da sind. Es war richtig schön“, erzählte Becker anschließend. Für Becker, die im letzten Jahr die Symbolfigur der Stadt Brilon dargestellt hat, war der Auftritt auf dem Pflanzfest zugleich ihr letzter als Waldfee. Doch die traditionelle Aktion des Krankenhauses Maria-Hilf war nicht der einzige symbolische Akt, der auf dem Pflanzfest zelebriert wurde.

„Die Pflanzaktion ist in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Sie wird bereichert und ergänzt durch die Aktion ‘Waldwünsche’“, sagte Bürgermeister Dr. Christof Bartsch über die, aufgrund der Auszeichnung Brilons als Waldhauptstadt, in der Region stattfindende Aktion des Waldzertifizierungsprogramms PEFC. „Daher werden nochmals weitere 50 Fichten von den Kindern des Waldkindergartens und der Engelbertschule angepflanzt.“

In einem bundesweiten Aufruf konnten Bürger ihre Wünsche an den Wald formulieren und an die Verantwortlichen von PEFC schicken. „Die 50 originellsten und kreativsten Wünsche wurden ausgesucht“, sagte Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland.

So wünscht sich ein Bürger, dass der Wald ihm Demut lehrt, während ein anderer einen Wald möchte, in dem jeder seinen Platz findet und wo Mensch und Tier koexistieren können. Die Wünsche wurden auf kleine Schilder geschrieben und neben den gepflanzten Fichten in den Boden gesteckt.

360-Grad-Erlebnis auf Google Maps

Diese sollen, so Teegelbekkers, demnächst mit einer 360-Grad-Kamera gefilmt und auf Google Maps für jeden erlebbar gemacht werden.

Die jährliche Pflanzaktion im Generationenwald hat aber nicht nur symbolischen Charakter, sondern soll auch zur nachhaltigen Sicherung der Zukunft des Waldes beitragen.

Nachhaltigkeit ist für Dietrich Graf von Nesselrode, Vorsitzender der PEFC Arbeitsgruppe NRW, bei der Waldzertifizierung ganz besonders wichtig und gratulierte der Stadt Brilon noch einmal für die Auszeichnung als PEFC Waldhauptstadt.

Pflanzaktion im Briloner-Generationenwald

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