Genieße es, in Brilon zu sein

Minister Thomas Kutschaty (Mitte) verewigte sich im Goldenen Buch, nachdem er von Horst Weidtkamp (links) und Reinhold Huxoll begrüßt wurde. Foto: Manuela Decker

Im altehrwürdigen Rathaus zu Brilon begrüßte der stellvertretende Bürgermeister Horst Weidtkamp am Montag den NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, der sich nach seinem Besuch im Gymnasium Petrinum ins Goldene Buch der Stadt eintragen wollte.

Das Petrinum lobte er dabei als "wunderbare, engagierte Schule". Hier hatte er vor den Oberstufenschülern Rechtskundeunterricht gegeben. Nach seinem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt erhielt der Minister durch den Beigeordneten Brilons, Reinhold Huxoll, einen Überblick über die Stadt des Waldes, der vom Bau des historischen Rathauses bis zum heutigen Tourismusstandort reichte.

Kutschaty zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen mittelständischen Unternehmen in Brilon und wollte dazu das Erfolgsrezept wissen. An extrem geringen Gewerbesteuern liege es zumindest nicht, wie Beigeordneter Reinhold Huxoll augenzwinkernd bestätigte.

Arbeit auf dem Land schmackhaft machen

Dass in der Justiz ähnlich wie im Gesundheitswesen ein Fachkräftemangel gerade in den ländlichen Regionen drohe, bestätigte der SPD-Minister, der den "Zugang auf Recht als elementares Grundrecht in einer Demokratie" deklarierte. Sein Ministerium sorge dafür, dass bereits Jurastudenten die "Arbeit auf dem Land schmackhaft" gemacht werde.

Allen Befürchtungen zum Trotz könne man aber weiterhin Rechtsprechung auf hohem Niveau bieten. Kutschaty schloss seinen Ausführungen ein Plädoyer gegen Einkaufszentren auf der grünen Wiese an und forderte, dass jeder sein Einkaufsverhalten überprüfen müsse, um dem Ausbluten der Innenstädte entgegenzuwirken.

Der eng gesteckte Terminplan führte Thomas Kutschaty noch zum Sozialdienst katholischer Frauen sowie zum Briloner Amtsgericht. Für den freundlichen Empfang in Brilon bedankte er sich ganz besonders. Er fühle sich auf seiner "Sauerlandtour" sehr wohl und genieße es, in Brilon zu sein. Die Einladung Horst Weidtkamps, im nächsten Jahr die Briloner Schnade mitzulaufen, nahm er gerne an: "Dann laufen wir zusammen, wenn wir's zeitlich hinbekommen."

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