Wirtschafts-Club Hochsauerland lädt Gastredner ein

Gestaltung guter Wirtschaftsbedingungen im Fokus des Neujahrsempfangs

+
Zum Thema „Aktive Gestaltung der Wirtschaftsbedingungen im Hochsauerland 2020“ lud der Erste Vorsitzende des Wirtschafts-Clubs Hochsauerland, Eckhard Lohmann (5.v.re.), Landrat Dr. Karl Schneider (3.v.re.) und Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (re.) als Gastredner zum Neujahrsempfang ein.

Brilon - Die Gestaltung guter Wirtschaftsbedingungen stand beim Neujahrsempfang des Wirtschafts-Club Hochsauerland in Brilon im Fokus.

Der Erste Vorsitzende des inzwischen auf 211 Mitglieder gewachsenen Vereins, Eckhard Lohmann, blickte bei seiner Begrüßung auf vergangene Neujahrsempfänge und die Gastredner mit bedeutenden Namen zurück und gab einen Ausblick auf das angebrochene Hanse-Jahr 2020. Dazu gehörten die Planung weiterer Veranstaltungen wie das Sommerfest an der Almer Schlossmühle, die Einladung von Friedrich Merz und auch die Unterstützung des Krankenhaus-Fördervereins Maria-Hilf mit einem symbolischen Mitgliedsbeitrag von 1000 Euro. 

Lösung für B7n soll gefunden werden

Die diesjährigen Referenten auf der sehr gut besuchten Veranstaltung im Hotel Am Wallgraben, Landrat Dr. Karl Schneider und Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, zeigten beim Thema „Aktive Gestaltung der Wirtschaftsbedingungen im Hochsauerland 2020“ ihre Unterstützung. Unisono war die Forderung: „Es muss mit der B7n weitergehen.“ Schneider rief zu einer Einigung der Trassenführung auf. Die Variante, die nicht in das Tal herunterführt, ist seiner Meinung nach am sinnvollsten. Sollte diese jedoch vom Umweltschutz her nicht umsetzbar sein, muss eine andere Lösung gefunden werden. Brilons Bürgermeister Bartsch sieht in dem „n“ der Straßenbezeichnung die Bedeutung „neu“ und nicht „nie“ oder „Neuntöter“. 

Stärkung des Tourismus

Eckhard Lohmann legte Wert auf die Stärkung des Tourismus, da dieser wichtig sei, für die weitere Entwicklung der Innenstädte und der heimischen Wirtschaft. Christof Bartsch betonte den Liquiditätsgewinn durch die Industrie und sieht die Verwaltung als Dienstleister der Unternehmer, räumte allerdings direkt ein: „Hier ist noch Entwicklungspotential nach oben.“ 

Dazu gehört beim Chef der Verwaltung auch der Respekt und Diskurs anderer Meinungen. Eine Redezeit vor Gericht zu verhandeln bezeichnete Bartsch als peinlich: „Das muss man untereinander regeln können.“ Die Erhaltung und Entwicklung der Bereiche Innenstadt, Wohnen, Freizeit, Krankenhaus und ambulante Versorgung sieht Brilons Bürgermeister als Wirtschaftsförderung und ersetze den verstaubten Begriff „ländlicher Raum“ durch „Lebenswerter Wirtschaftsstandort im Grünen“. 

Digitalisierung und dem Abbau der Bürokratie

Landrat Dr. Karl Schneider führte das immer bekannter werden unserer Region auf die großen Sportveranstaltungen in Winterberg, dem neuen Sauerlandmuseum in Arnsberg und dem starken Wirtschaftsstandort zurück. Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung sieht Schneider in der Digitalisierung und dem Abbau der Bürokratie: „Wir benötigen die Zeit um unsere Arbeit zu tun, und nicht, um Papier schwarz zu machen.“ Der Wirtschafts-Club Hochsauerland mit seinen Mitgliedern von Jung (und mutig) bis Alt (und erfahren), zählt auch die Schaffung guter Rahmenbedingungen im Wahljahr 2020 zu seinen Aufgaben. Der Tag endete im gemeinsamen Austausch in angenehmer Atmosphäre.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare