Parcours hilft bei Präventionsarbeit für Jugendliche

„Gib Gummi“

Die Meinung, dass Jugendliche in Zeiten von Youtube, Facebook, Google und Co. bestens über Sexualität oder Sucht aufgeklärt sind, ist weit verbreitet.

Mal eben im Internet schauen, wie man ein Kondom richtig benutzt oder wie viel Alkohol man trinken darf? Theoretisch möglich, aber im entscheidenden Moment doch eher schwierig und viel zu unangenehm.

Außerdem sind viele Ammenmärchen auch heute noch verbreitet. Um hier Aufklärungsarbeit zu leisten, haben die Krankenpflegeschule des Briloner Krankenhauses, die Fachstelle „Sexuelle Gesundheit“ des Kreisgesundheitsamts sowie das Kreisjugendamt zum Krankenhaus-Familientag im September gemeinsam eine Präventionsaktion der besonderen Art auf die Beine gestellt.

Mit interaktivem Präventionsparcours sollten sich Schüler spielerisch mit den Themen Liebe und Sexualität sowie Sucht auseinandersetzen. Insgesamt nahmen rund 180 Jugendliche der achten, neunten und zehnten Klasse an diesem Präventionsangebot teil. Aufgrund der großen Nachfrage beim Familientag des Krankenhauses wurde am gestrigen Dienstag ein weiterer Termin für die Schulen im Briloner Krankenhaus angeboten.

Beim ersten Parcours „Klar-Sicht“ geht es um die elektrische Spielsucht sowie um Alkohol- und Tabakabhängigkeit. Mit altersangemessenen Aufklärungsmaterialien von der Bundeszentrale für gesundheitliche Bildung werden hier an vier Stationen zum Beispiel Rollenspiele entwickelt und ein Quiz durchgeführt. Damit die Jugendlichen eine eigene, verantwortungsvolle Meinung zu dem Thema entwickeln und die negativen Folgen des Alkohols erleben, wird zusätzlich eine spezielle Rauschbrille eingesetzt.

In dem Mitmachparcours „Gib Gummi“ dreht es sich an sechs interaktiven Stationen um Liebe, Verhütung und sexuell übertragbare Krankheiten, im Besonderen HIV.

Das gemeinsame Arbeiten der Jugendlichen im Parcours und die offene Vermittlungs-form tragen zur Auseinandersetzung mit den Inhalten bei. Begleitet werden die Jugendlichen von den Schülern der Krankenpflegeschule. Da Moderatoren und Schüler fast im gleichen Alter sind, senkt das die Hemmschwelle.

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