"Gold wert für Brilon"

NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger, Waldfee Friederike Hogrebe und Bürgermeister Franz Schrewe eröffneten symbolisch den neuen Briloner Bahnhof. Weitere Fotos gibt es ab Montagmittag im Internet unter www.sauerlandkurier.de (Album). Fotos: Christoph Kloke und Jana Sudhoff

Die fünfjährige Pauline Fisch war das erste Kind, das nach 30 Jahren, sechs Monaten und zehn Tagen im ersten Personenzug zwischen Brilon-Wald und Brilon-Stadt saß. So viel Glück hatten bei der Eröffnungsfeier zur Reaktivierung der Bahnstrecke nicht alle. Denn der Sonderzug, der gestern ab Dortmund eingesetzt war, fuhr in Olsberg - für die Bahn ganz untypisch - rund zehn Minuten früher los.

Und ließ so beispielsweise den heimischen Landtagsabgeordneten Hubert Kleff am Bahnhof stehen. Zusammen mit vielen anderen Ehrengästen fuhr aber NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger im neuen Briloner Bahnhof ein, den er mit Brilons Bürgermeister Franz Schrewe und Waldfee Friederike Hogrebe symbolisch eröffnete.

Die Reaktivierung der Strecke sei für Brilon als Tourismus- und Wirtschaftsstandort Gold wert", sagte Schrewe in seiner Festrede und zeigte sich freudig überrascht, dass so viele Bürger zur Feier in die kleine Zeltstadt am Bahnhofsareal gekommen waren. Auch Voigtsberger würdigte in seiner Rede die Anstrengung aus der Bevölkerung. "Nur wenn alle über viele Jahre an einem Strang ziehen, wird man Erfolg haben." Der Ehrengast lobte den Briloner Bahnhof als Bereicherung für das Schienennetz NRW. "Nutzen Sie ihn. Das wird der wichtigste Beweis sein, dass die Anlage angenommen wird."

Denn die Nahverkehrswelt schaue auf Brilon, sagte auch Thomas Gemke, Verbandsvorsteher des ZRL. Vom hiesigen Erfolg hänge es ab, ob man noch einmal eine neue Strecke riskieren werde. Wie etwa von Sundern nach Neheim, wie Dr. Karl Schneider ergänzte. Der Landrat sprach von einem emotionalen Moment und einem kleinen historischen Tag, da man ab jetzt die Silhouette von Brilon beim Ein- und Ausfahren im Zug genießen könne. Dass will auch Patrick Sensburg (MdB) morgen testen. Fünf Stunden und sieben Minuten soll laut Internet die Strecke von Brilon nach Berlin dauern.

Derweil hätte der Sonderzug gestern beinahe nicht starten können. Um 10 Uhr war die Strecke noch gesperrt, weil ein Güterzug liegen geblieben war, wie Heinrich Segbers vom Infrastrukturbetreiber DB Netz berichtete. Dass man dieses Hindernis genommen habe, "sehe ich als gutes Omen für Brilon."

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