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Große Vorfreude auf die Festsaison: Treffen der Schützenkönigspaare

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Von: Manfred Eigner

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Gute Laune beim Empfang mit Bürgermeister Dr. Christof Bartsch: Die Schützenkönigspaare freuen sich auf ihr Schützenfest. © Manfred Eigner

Eine gelungene Einstimmung auf die bevorstehende Schützenfestsaison gab es beim traditionellen Empfang der Schützenkönigspaare.

Brilon – Nach zwei Jahren coronabedingter Abstinenz – nicht nur vom eigenen Schützenfest, sondern auch vom Treffen der Königspaare bei „Brilon blüht auf“ – war die Vorfreude jetzt umso größer.

Dazu haben auch der „Briloner Oldie Sound“ unter der Leitung von Iris Bühner einen großen Anteil gehabt – Schützenfestmusik wieder live und nicht aus der „Konserve“. Es hat allen Gästen nicht nur gut gefallen, sondern auch sichtlich gutgetan.

„Ich bin froh, dass wir jetzt endlich erstmals wieder seit 2019 mit den Königspaaren zusammensitzen können“, hob Bürgermeister Dr. Christof Bartsch in seiner Rede hervor. „Nicht nur zusammen sitzen, sondern auch sich persönlich wieder austauschen zu können.“

Das Treffen fand erstmalig nicht im Bürgersaal des Rathauses, sondern im Hubertussaal der Briloner Schützenhalle statt. Das aus guten Grund: Neben den Coronabedingungen waren noch mehr Königspaare geladen. „Es ist uns sehr wichtig, dass wir heute auch unsere Jungschützenkönigspaare hier begrüßen können“, so Dr. Bartsch. „Die Jugend trägt die Zukunft der Vereine und die Jungschützenkönigspaare bilden den Fortbestand unseres Schützenwesens.“

Seit 2002 gibt es das Königspaartreffen bereits. Initiiert vom damaligen Bürgermeister und heutigem Ehrenbürgermeister Franz Schrewe aus ganz pragmatischen Grund. „Als neuer Bürgermeister hatte ich mir vorgenommen, jedem Schützenfest im Stadtgebiet einen Besuch abzustatten“, erklärte Franz Schrewe. „Doch schnell musste ich erkennen, dass es organisatorisch so gar nicht machbar war. Die Überlegungen habe ich dann zu Hause angestellt, wie es zu bewerkstelligen sein könnte. Die Idee kam letztendlich von meiner Frau Gerda, die vorschlug: ,Dann lade die Königspaare doch ein.‘“ Getreu der Weisheit „Hinter jedem klugen Mann steht eine kluge Frau“ wurde diese Idee dann umgesetzt. Der Empfang hat sich heute als Traditionsveranstaltung etabliert. Seither sind die Königspaare begeisterte Gäste und mit viel Freude bei dem von der Stadt und dem Stadtschützenverband Brilon ausgerichtetem Treffen. Den von Franz Schrewe vorgetragenen plattdeutschen Satz „De Musikanten sind die Hauptkerls vonen Fest“ ergänzte der Ehrenbürgermeister, Schützenbruder und Musiker um die allgemein bekannte, aber eigentlich so nicht ausgesprochene Tatsache: „Die Königinnen sind die Wichtigsten. Stellt euch einen König ohne Königin im Festzug vor? Was würden die Zuschauer bei den Festzügen ohne Königinnen und Hofdamen machen? Sie sind der Farbtupfer im Festzug und beim Festball. Ohne sie wäre es ganz schnell das Ende unseres Schützenwesens.“

Auch die Briloner Waldfee Zoe Tilly hatte es sich nicht nehmen lassen, beim Königspaartreffen dabei zu sein. „Mir geht das Herz auf und ich bekomme Gänsehaut beim Hören der Musik und, wenn ich hier sitze und das erlebe“, schwärmt die 21-Jährige. „Schließlich bin ich nicht nur Waldfee, sondern auch selbst begeisterte Musikerin.“

Tobias Tilli, Vorsitzender des Briloner Stadtschützenverbands, sprach aus, was viele Vereine bewegt: „Zwei Jahre Stillstand ohne Schützenfeste hat an der Motivation und der finanziellen Situation der betroffenen Vereine gezehrt. Umso größer ist jetzt die Freude, dass es nun weiter gehen kann.“

Angesichts der Probleme, die einige Schützenvereine und Bruderschaften derzeit mit fehlender Musikbegleitung zu ihrem Fest haben, stehen noch Herausforderungen im Raum, die auch Bürgermeister Christof Bartsch ansprach: „Nutzen Sie bitte ihre Kontakte und helfen Sie, dass unsere Schützenfeste wieder mit einer Festmusik stattfinden können.“

Für die Königspaare gab Tobias Tilli einen Wunsch mit auf den Weg: „Gebt das weiter, was ihr Schönes in eurer Zeit als Regenten erlebt habt, damit sich auch in Zukunft weiter Menschen finden, die bereit sind, die Königsehre zu erlangen.“

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