Hansetag 2020 in Brilon?

Eine bunte Mischung an Themen hatten die Ratsmitglieder am Mittwoch zu diskutieren. Und doch wurden nur wenige Beschlüsse gefasst. Einer davon besiegelte die Umverteilung von Konjunkturpaket-II-Mitteln.

Um die vollen Summen der Konjunkturpaket-II-Mittel abrufen zu können, war es notwendig, einige Beträge umzuschichten. Mit drei Enthaltungen wurde die Umverteilung beschlossen.

Größere Diskussionen brachte der Hansetag 2020 mit sich, für den sich Brilon bereits 1995 beworben hatte. Diesen würde man dann anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums ausrichten. Dass dieses ein finanzieller Kraftakt sein wird, stand bei allen Ratsmitgliedern außer Frage. Für eine Entscheidung fehlten noch viel zu viele Informationen, befand BBL-Frau Christiane Kretzschmar, während Karin Bange von der CDU sich für eine Ausrichtung des Hansetags aussprach: "Wenn ich privat ein Fest plane, dann muss ich dafür sparen."

Finanziell auf dem Teppich bleiben

Das sollte man als Stadt eben auch tun und dabei "vernünftig planen und auf dem Teppich bleiben". Ähnlich sah es Ludger Böddicker (SPD), der empfahl, die Feier "auf das Maß zurechtzuschneiden, das für uns angemessen ist." Manfred Siebert von der FDP brachte es knapp auf die Gretchenfrage: "Springen wir vom Zehn-Meter-Brett oder springen wir nicht?"

Ob dafür das (Finanz-) Meer tief genug ist, soll in der nächsten Ratssitzung weiter diskutiert werden. Bis dahin soll die Verwaltung detaillierter erste Konzepte vorbereiten.

Auch der Antrag der CDU-Fraktion, eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen einzuführen (der Sauerlandkurier berichtete), führte lediglich zu einer Vertagung der Thematik in den nächsten Ausschuss für Forst, Umwelt und Landwirtschaft.

Spontan vom nicht öffentlichen in den öffentlichen Teil wurde der Punkt der Kuratoriumsbesetzung der Stiftung Briloner Eisenberg und Gewerke - Stadtmuseum Brilon gesetzt. Vier Mitglieder werden vom Rat der Stadt Brilon bestimmt.

Doch aus welchen Bereichen diese sich nun zusammensetzen sollten, wurde schließlich zum Zankapfel zwischen den Fraktionen. So vertagte Bürgermeister Franz Schrewe auch diesen Punkt auf später, bis man sich bei der Stiftungsaufsicht genau über diesen Punkt informiert habe.

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