10.993 Gäste im Museum

Haus Hövener stellt Besucherrekord auf: Programm für  2019 vorgestellt

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Der Vorstand der Stiftung Briloner Eisenberg Ludger Imöhl (2.v.l.), Winfried Dickel (2.v.r.) und Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (r.) blickten zusammen mit Museumsteammitglied Carsten Schlömer auf die Veranstaltungen zurück, die 2018 im Haus Hövener stattgefunden haben und präsentierten einige Höhepunkte, die in diesem Jahr auf die Besucher des Museums warten. 

Brilon. Das bisher erfolgreichste Jahr liegt hinter dem Haus Hövener in Brilon. Mit 10.993 Besuchern konnte das Museum 2018 im Vergleich zum Vorjahr 1.302 Besucher mehr in seinen Ausstellungsräumen begrüßen. Das sind sogar fast doppelt so viele wie im Gründungsjahr des Museums 2011. Damit das Museum Haus Hövener auch 2019 diesen positiven Trend fortsetzen kann, haben die Verantwortlichen jetzt schon einige Veranstaltungshighlights für die nächsten zwölf Monate vorgestellt.

Eine dieser Höhepunkte wird die Sonderausstellung „Die Mütter des Grundgesetzes und die starken Frauen aus dem Sauerland“ sein, die vom 10. Mai bis 22. Juni besichtigt werden kann. Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel haben als Urheber des Grundgesetzes ihre Spuren hinterlassen. Anlässlich des 70. Jahrestages des Grundgesetzes liegt der Fokus im Haus Hövener daher auf diesen vier Frauen, ohne die die Debatten rund um Frauenrecht und Selbstbehauptung vollkommen anders verlaufen wären.

Zusätzlich möchte das Museum Haus Hövener dann auch starken Frauen des Sauerlandes, wie Pauline Dohle aus Brilon oder Ida Kropff-Federath, vorstellen. „Wer anderen Frauen nennen kann, möge sich bitte ans Museum wenden“, so die Verantwortlichen.

Vom 30. Mai bis 2. Juni finden dann die „Lloyd Days 2019“ in Brilon statt. Direkt am Martkplatz und im Museum Haus Hövener präsentieren Liebhaber der Oldtimer-Marke Lloyd ihre Automobile und wollen einen Eindruck von der Faszination und Ästhetik des Automobils vermitteln, das in den Wirtschaftswunderjahren zum Straßenbild gehörte. Im Foyer des Museums werden Aufnahmen früherer Autos aus den 1960er und 70er Jahre präsentiert.

„Mit denen rechnet man nicht“

Die Sonderausstellung „Der deutsche Bundestag“ ist vom 1. bis 5. Juli zu Gast im Museum. In der Wanderausstellung des Bundestages, die erstmals in Brilon zu sehen ist, stellt sich das deutsche Parlament vor. In Zukunft soll es auch Kunstaustellungen mit Werken des Briloner Künstlers Pitt Moog im Haus Hövener geben.

„Wir werden als kultureller Mittelpunkt sehr gut wahrgenommen“, erklärte Museumsleiter Winfried Dickel den Besuchererfolg im Pressegespräch. Dies habe sich auch 2018 gezeigt, denn das Museum ziehe nicht nur Besucher aus Brilon und den direkt umliegenden Dörfern an.

Von den 10.993 Besuchern hätten 5.339 Eintritt gezahlt. Der Rest nutzte bei ihrem Museumsbesuch die vielen – vor allem für Briloner Schüler – kostenlosen Angebote. Komplett ohne Eintritt soll das Museum hingegen nicht werden. „Wir leisten gute Arbeit und da muss eine kleine Annerkennung drin sein“, so Dickel. Diese würden die Besucher aber auch gerne leisten.

Insgesamt 117 Führungen wurden 2018 durchgeführt und auch die Umsatz des Museumshops konnten im vergangenen Jahr um 7.243,70 Euro auf 14.402,55 Euro gesteigert werden. Das Museum hat 2018 vor allem mit der Dauerausstellung, Lesungen, Workshops oder mit Sonderausstellungen gepunktet.

Für den wissenschaftliche Mitarbeiter Carsten Schlömer sorgen die Begegungen mit den Besuchern auch schon einmal für Überraschungen. So berichtete er wie eine 90-jährige Frau aus dem Raum Lippstadt, die früher in Brilon gewohnt habe, die Ausstellung „Brilon_– Vorgestern, Gestern und Heute“ besuchte und viele Dinge dort wiedererkannte und darüber erzählte. „So kommt man an Zeitzeugenberichte, mit denen rechnet man nicht“, sagte Schlömer.

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