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Heraus aus der Grauzone

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Das Caritas-Projekt für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen polnischer Haushaltshilfen in Deutschland hat jetzt auch auf europäischer Ebene Beachtung gefunden. Brigitte von Germeten-Ortmann, Leiterin der Abteilung Gesundheits- und Altenhilfe im Diözesan-Caritasverband in Paderborn, stellte das Modellprojekt bei einer Tagung von Caritas Europa in Brüssel vor.

Unter dem Titel "Heraus aus dem Schatten" nahmen 30 Vertreter europäischer Caritas-Organisationen die Situation von ausländischen Haushaltshilfen in den Blick. Ziel war und ist es, die Europäische Union zu verbindlichen Standards zu drängen, um die zum Teil menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen zu beenden. "Das Paderborner Modell ist ein Beispiel, wie man akzeptable Bedingungen im Bereich der Hilfen für alte Menschen schaffen und sichern kann", so Brigitte von Germeten-Ortmann.

Ausstrahlung auf ganze Branche

Unter dem Schlagwort "Heraus aus der Grauzone" unterstützt in Zusammenarbeit mit der Caritas Polen auch der Caritasverband Brilon seit Herbst 2011 mit ihrem neuen Angebot "Caritas 24 - zuhause gut betreut" die pflegebedürftigen Menschen und die ausländischen Arbeitskräfte gleichermaßen. Die Haushaltshilfen unterliegen einer Kontrolle ihrer Arbeit, sehen aber auch ihre eigenen Interessen gewahrt.

Im Juni 2011 wurden die Initiatoren des Projektes mit dem Menschenrechtspreis des polnischen Parlamentes ausgezeichnet. Zudem hat die Fachzeitschrift "Häusliche Pflege" dem Projekt "Caritas 24" ihren Innovationspreis verliehen. Das Konzept sei die beste Management-Lösung 2011, die exemplarisch für andere Pflegedienste sei und Ausstrahlung auf die ganze Branche der häuslichen Pflege haben könne, so die Begründung.

Ansprechpartnerin beim Caritasverband Brilon ist Koordinatorin Mariola Grieger, die sowohl deutsch als auch polnisch spricht, unter Tel.: 0 29 61/9 65 70.

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